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Peter Sauber. (Keystone)
Aber nach dem GP von Monza fehlte gestern der 20 Prozent-Teilhaber von BMW-Sauber auf der Meile der Eitelkeiten, Schönen und Fahrer, die verschwitzt zu ihren Team-Motorhomes unterwegs waren. Peter Sauber, erst am Samstagmittag hier aufgetaucht, haute nach rund 20 Rennrunden mit seinem Pressesprecher Hanspeter Brack in einem BMW Richtung Zürich ab. Zu heissen Verhandlungen.
Es ist das neuste Kapitel im Sauber-Krimi mit dem Titel «Rettung von Hinwil». Ist in der vergangenen Nacht sogar der Entscheid gefallen, dass es im Zürcher Oberland mit der Formel 1 weitergeht? Das rund 400 Millionen Dollar schwere Paket für den Kauf des Teams und die Garantie für die nächsten drei GP-Saisons sind da. Offenbar sogar von zwei Investoren – BMW soll immer noch am Aussortieren sein.
Aber die Zreit drängt, spätestens am Dienstag wird die FIA den Namen des ausgewählten Teams nennen. Als ich 45 Minuten vor dem Start mit Boss Bernie Ecclestone in dessen Hauptquartier über den im Grunde doch einfachen Fall diskutierte, sagte er: «Mach dir keine Sorgen, alles kommt gut!»
400 Millionen Dollar-Paket ist da
Die Rettung? Dass Ecclestone und FIA-Boss Max Mosley dem Nachfolger-Team von BMW-Sauber nicht den roten Teppich legten (und andere Kandidaten ins Spiel brachten), hatte wohl System. Denn BMW steht bei diesen beiden Chefs nicht gerade oben auf der Sympathie-Liste. Denn nach dem Sexskandal von Mosley (SM-Auftritt) und nach den zu lässig in den Raum geworfenen Hitler-Aussagen von Ecclestone war es jeweils BMW, das sich zuerst öffentlich darüber aufregte.
Nur sollte man dafür nicht Sauber bestrafen.
Was Kandidat Lightspeed-Lotus (mit Chef Dany Bahar) im Rennen hält, ist der luxemburgische Milliarden-Investor Mangrove Capital mit dem in der Formel 1 bekannten Vize-Chef Lopez. Dieser hatte zuerst mit der Sauber-Partei verhandelt und ist dann offenbar zur Konkurrenz übergelaufen.
Peter Sauber will auch zu diesen Enthüllungen nichts sagen. Sein Statement nach der gestrigen Flucht aus Monza: «Für die Fans zu Hause hätte ich gerne das Rennen am Fernsehen kommentiert. Aber im Moment gibt es eine Menge zu tun, so dass es sinnvoll war, frühzeitig nach Hinwil zurückzukehren.»
Wo in diesen Tagen und Nächten kaum mehr die Lichter gelöscht werden.