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Der Fall liegt elf Monate zurück. 28. September, GP von Singapur. Das erste Nachtrennen. Alonso (15. Startplatz) ist hoffnungslos zurück. Am Ende gewinnt der Spanier, die Welt wundert sich – und am 2. Oktober titelt Blick.ch exklusiv: Trick-Crash?
Jetzt weiss die FIA, dass der damalige Crash von Alonso-Teamkollege Nelson Piquet Jr. (24) kein Zufall war. Dem Brasilianer wurde von Renault offenbar mit dem Rauswurf gedroht, wenn er nicht eine Safety-Car-Phase auslöse...
Der Trick: Alonso kommt schon nach 11 von 61 Runden zum Tankstopp – die ganze Meute ist zwischen Runde 15 und 20 angesagt. Renault braucht für den Trick eine Safety-Car-Phase, um nach vorn zu kommen. Aber wie?
Und siehe da: Keine 3 Runden später dreht sich Piquet in einer Kurve, knallt an die Wand, bleibt im Auto sitzen. Sofort wird der GP neutralisiert, und die Boxenstrasse damit für eine Runde gesperrt.
Wer trotzdem tankt, bekommt eine Durchfahrtsstrafe. Rosberg und Kubica sind «leer», müssen rein. Die andern rollen hinter dem Safety Car, warten auf ihren Stopp. Als alle ihren Sprit haben, liegt Alonso vorne, weil er während der Neutralisation seinen Rückstand locker wettmachen konnte.
Das böse Foul bleibt lange ein Gerücht. Aber jetzt hat der nach Ungarn von Renault gefeuerte Piquet geplaudert. Und die FIA kennt eigentlich nur eine Strafe für ein solch unsportliches Vergehen: WM-Rausschmiss!
Die Frage: Wird Mosley nach McLaren-Boss Ron Dennis mit Renault-Chef Flavio Briatore jetzt auch sein zweites Feindbild los?
Bei der Lügen-Affäre um Hamilton im März 2009 drohte McLaren-Mercedes das WM-Aus. Als die Silberpfeile kurz darauf Ron Dennis opferten und in Pension schickten, passierte nichts!
Am Montag, 21. September, sechs Tage vor dem GP Singapur, wird Renault in Paris von der FIA angehört. Dann könnte Briatore das gleiche Schicksal blühen, wenn Mosley bei Renault-Präsident Ghosn vorstellig wird – und für eine milde Strafe im Fall Singapur Briatores Rücktritt «fordert».
| Teams | Runden | Klassiert | Punkte* |
| 1. Brawn-Mercedes | 1335 | 22 | 128 |
| 2. Williams-Toyota | 1320 | 21 | 30.5 |
| 3. BMW-Sauber | 1301 | 22 | 18 |
| 4. Toyota | 1260 | 21 | 38.5 |
| 5. Red Bull-Renault | 1249 | 21 | 104.5 |
| 6. Ferrari** | 1190 | 19 | 56 |
| 7. Force India-Mercedes | 1184 | 21 | 8 |
| 8. Renault | 1163 | 19 | 16 |
| 9. McLaren-Mercedes | 1142 | 18 | 44 |
| 10. Toro Rosso-Ferrari | 1047 | 17 | 5 |
| **Ferrari in Ungarn nur mit einem Auto (Massa-Unfall) | Mögliche Gesamtrundenzahl: 1390 | *Halbe Punkte GP Malaysia | |
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Crash-Pilot: Nelson Angelo Piquet ist Piquet ist der Sohn des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet, der von 1978 bis 1991 für namhafte Teams wie Brabham und Williams an den Start ging. (Reuters)