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Reifen-Affäre: Mercedes steht vor Gericht

Der Schauprozess des Jahres heute in Paris. Ab 9 Uhr stehen Mercedes und Pirelli auf der FIA-Anklagebank.

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Formel 1

Platz Name Land Punkte
1 Nico Rosberg GER 75
2 Lewis Hamilton GBR 39
3 Daniel Ricciardo AUS 36
4 Sebastian Vettel GER 33
5 Kimi Raikkonen FIN 28
6 Felipe Massa BRA 22
7 Daniil Kvyat RUS 21
8 Romain Grosjean FRA 18
9 Max Verstappen NED 13
10 Valtteri Bottas FIN 7
11 Nico Hulkenberg GER 6
12 Carlos Sainz Jr ESP 4
13 Stoffel Vandoorne BEL 1

Formel 1

Soll Mercedes heute vom Sportgericht bestraft werden?

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Die Erinnerungen an 2007 sind plötzlich wieder da: «Spy-Gate» in der Formel 1. Ferrari-Chefingenieur Nigel Stepney hatte McLaren über 700 Seiten geheime Papiere zukommen lassen. Die FIA fackelte damals  vor Gericht nicht lange: Ausschluss von McLaren (Alonso und Hamilton) aus der Team-WM – und die unglaubliche 100-Millionen-Dollar-Busse!

Vor drei Jahren hat der Weltverband FIA ein neues Gericht auf die Beine gestellt – das Tribunal. Heute tritt es ab 9 Uhr morgens erstmals in Paris zusammen. Mit 12 RichterInnen. Darunter auch der Berner Patrick Raedersdorf, ein Berner Anwalt und Sohn der Radio-­Legende Charles Raedersdorf.

Vor Gericht stehen Mercedes und Pirelli, die am 15./16./17. Mai nach dem GP Spanien in Barcelona noch drei Tage lang geheim oder eben privat testeten. Die sonst so aufmerksame und para­noide GP-Welt brauchte genau sechs Tage, um den «Tätern» auf die Spur zu kommen.

Da Testfahrten während der Saison mit einem aktuellen Auto verboten sind, kams zur Anklage. Der ebenfalls lange geheim gehaltene Gummi-Test mit Ferrari im April in Barcelona wurde nicht angeklagt, da die Fahrer Massa und De la Rosa ein rotes Auto von 2011 eingesetzt hatten.

Doch diesmal waren Hamilton und Rosberg sogar mit schwarzen Helmen unterwegs. Zudem versuchte Pirelli, die Strecke abzudecken!

Mercedes verteidigt sich, dass FIA-Rennleiter Whiting die Tests mit einem E-Mail gestattet hat. Ein Dokument, das plötzlich nicht mehr aufzufinden ist. Ein klarer Fall für die Justiz des ehrgeizigen FIA-­Generals Jean Todt (67)?

Was sagte Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda (64) zu BLICK? «Warten wir mal ab! Ich habe das ganze Montreal-Wochenende versucht, den Prozess noch zu verhindern.  Red Bull, das mit Ferrari gegen uns den Protest eingelegt hat, war wie Bernie Eccle­stone mit einem aussergerichtlichen Deal einverstanden. Dazu hätte es einen Brief von Mercedes an FIA-Boss Todt gebraucht. Doch unsere Chefs Toto Wolff und Ross Brawn lehnten ihn ab! Jetzt müssen sie eben damit leben!»

Publiziert am 19.06.2013 | Aktualisiert am 21.06.2013
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5 Kommentare
  • Marco  Götz aus Bern
    20.06.2013
    Komische Teamchefs ich vermisse Norbert Haug. wurde wohl für den Mann mit der roten Mützel geopfert.
  • Frigg  Landolt aus Glarus
    20.06.2013
    Formel 1 ist nur noch eine grosser Kindergarten voller Luschen und Pussys.
  • Hubert  Schoch 20.06.2013
    kürzlich stand in Zürich die "Weltwoche" vor Gericht.
    Irgendwie erinnert mich diese Reifengeschichte daran
    • sandra  Brosi 20.06.2013
      Kürzlich verglich ein Hubert Schoch Äpfel mit Birnen.
      und ich verstehe nicht weshalb man immer vom Thema abkommen muss. Was solls, ich hoffe es hilft ihnen Ihren Frust abzureagieren.
  •   20.06.2013
    Da lesen wir also: "Testfahrten während der Saison mit einem aktuellen Auto sind verboten" Das ist ja das grösste Affentheater der Welt!