10 von 22 GP-Piloten müssen für ihren Einsatz bezahlen: Ohne Pay-Driver ist die Formel 1 tot!

Die Diskussion über die Pay-Driver nimmt kein Ende. Nur noch vier Teams kommen ohne Fahrer aus, die Geld mitbringen!

  • Publiziert: , Aktualisiert:
play

Maldonado mit schwangerer Freundin Gabriella.

(zVg)

Bei Ferrari, Mercedes, Red Bull und Toro Rosso müssen sich die Piloten über ihre Gehälter keine Sorgen machen. Ausser im Red-Bull-Nachwuchs-Team von Toro Rosso kassieren die Stars zehn oder mehr Millionen Franken!

In dieser Lohnklasse finden wir nur noch Button bei McLaren und Räikkönen bei Lotus. Bei diesen Teams erhält zwar der Fahrer ebenfalls eine Millionen-Gage, aber für die ist eine Mitgift notwendig.

Bei Pérez (McLaren), letzte Saison mit Sauber dreimal auf dem Podest, ist es der Slim-Clan, der tiefer in die Tasche greifen muss als in Hinwil. Ja, der Mexikaner bekam den Sitz nur, weil man bald mit einem Hauptsponsor aus dem Aztekenland rechnet.

Bei Sauber ist Hülkenberg, wenn er bezahlt wird, mit einem rund Vier-Millionen-Franken-Vertrag unterwegs. Natürlich ist Partner Gutiérrez wegen den Mexiko-Sponsoren ein Pay-Driver, auch wenn das weiter vehement bestritten wird. Wäre er keiner, könnte man ihn ja jederzeit problemlos auswechseln.

Denn die beiden letztjährigen GP-Fahrer Bruno Senna und Kamui Kobayashi sollen weiter mit schweren Geldkoffern vor der Formel-1-Türe stehen. Wir reden da von Beträgen um rund zehn Millionen Franken!

Auch bei Force India muss ein Pilot (Sutil) Geld ins Team bringen. Es ist gut angelegt, denn der Deutsche und Stammpilot Di Resta gehören zu den stärksten Fahrerpaarungen.

Bei Williams kann auch das finnische Talent Bottas (von Mercedes-Sportchef Wolff gemanagt) nicht gratis mitfahren. Die Briten brauchen Geld, auch wenn Maldonado jährlich rund 35 Millionen Öl-Franken aus Venezuela beisteuert. Er ist der erfolgreichste Pay-Driver: GP2-Gesamtsieger 2010 und Gewinner des GP Spanien 2012.

Bei Marussia (Chilton und Bianchi) überlebt man nur wegen eines Sparprogramms und den rund 20 Millionen Franken des Briten Chilton. Beim schnellen Franzosen Bianchi liegt der Fall anders. Da übernimmt sein Förderteam Ferrari viele Kosten. So erhält Marussia ab 2014 auch die Ferrari-Turbo-Motoren zum Freundschaftspreis.

Das Paradebeispiel der Bezahlfahrer liefert Caterham. Hier müssen der Franzose Pic und der Holländer Van der Garde aus ihrem familiären Umfeld zusammen für über 30 Millionen Franken garantieren.

WM-Punkte sind in diesem Preis (wie bei Marussia) seit drei Jahren nicht inbegriffen! Nullnummer ohne Ende.

Aber die nächste Generation der Pay-Driver steht für 2014 schon bereit. An der Spitze: der potenzielle Sauber-Russe Sergei Sirotkin (17) – so er im Winter während der Testfahrten die nötige Super-Lizenz erhält. Bedingung: 300 km unfallfreies Fahren.

Beliebteste Kommentare

  • Remo  Schmid
    Früher waren Top Fahrer, die es sich erkämpft haben und gezeigt haben was sie können, in der F1. Heute fährt, wer die besten Verbindungen oder einen Papa der in einer gewissen Position ist, um die Geldschleusen zu öffnen!
    Der Ehrgeiz wird immer mehr in den Hintergrund geraten und somit auch die spannenden Rennen. Die wissen ja bald nicht mehr wie sie das Reglement ändern sollen, dass es noch spannend bleibt oder ist.
  • Rochas  Esteban , Bern
    In dem Fall Kobayashi sofort zurückholen zu Sauber, der war und ist viel besser als Gutierrez!

Alle Kommentare (13)

  • Pascal  Ibig , Zürich
    Da Hulk den Vertrag angeblich auf Ende der Saison gekündigt hat und die Mexikaner nächste Saison nicht mehr bei Sauber Sponsoren, heisst es beide Fahrer raus und neben Sirotkin den Kobayashi ins Cockpit setzten.
    • 24.07.2013
    • 24
    • 5
  • Daniel  Müller , Bern
    Soviel zum Sport und dass immer die Besten auch am weitesten kommen. Bald können nur noch die reichen Söhnchen von einflussreichen Eltern in der F1 fahren.
    • 24.07.2013
    • 77
    • 3
  • Philipp  Hofmann , Zug
    Naja, früher war es nur bedingt anders; heute macht man sich wenigstens nicht mehr was vor. Sennas Familie gehörte zu den wohlhabensten Brasiliens; ohne deren Investment und Connections wäre Senna auch nie in der F1 gelandet. Wobei ich ihm ein besonderes Talent dennoch nicht absprechen will. Sehr ähnlich Fittipaldi und Lauda. Und Schumis Vater hatte ne Kart-Bahn. Zufall? Fazit: Es fuhren wohl nie effektiv die Besten und am härtesten Kämpfenden in der F1, sondern die, die Möglichkeiten hatten.
    • 24.07.2013
    • 54
    • 7
Seite 1 2 3 »
Seitenanfang

Top 3

1 Teamkollegen machen Hölle heiss Wann flippen Vettel und Rosberg aus?bullet
2 Abbruch-Skandal von Shanghai Hamilton siegte zu früh - wie 1968 Jim Clarkbullet
3 Mercedes-Lauda beschwichtigt «Wir wollen nicht alle Rennen gewinnen!»bullet

Formel 1

Platz Name Land Punkte
1 Nico Rosberg GER 79
2 Lewis Hamilton GBR 75
3 Fernando Alonso ESP 41
4 Nico Hülkenberg GER 36
5 Sebastian Vettel GER 33
6 Daniel Ricciardo AUS 24
7 Valtteri Bottas FIN 24
8 Jenson Button GBR 23
9 Kevin Magnussen DEN 20
10 Sergio Pérez MEX 18
11 Felipe Massa BRA 12
12 Kimi Räikkönen FIN 11
13 Jean Eric Vergne FRA 4
14 Daniil Kvyat RUS 4
15 Romain Grosjean FRA
16 Adrian Sutil GER
17 Esteban Gutierrez MEX
18 Max Chilton GBR
19 Kamui Kobayashi JPN
20 Pastor Maldonado VEN
21 Marcus Ericsson SWE
22 Jules Bianchi FRA

Formel 1