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Der Spanier zu BLICK: «Ich bin einfach nur stolz und glücklich, dass ich meine erste echte Formel-1-Chance doch noch bekomme. Es bedeutet viel Arbeit und eine grosse Herausforderung. An dieser Stelle möchte ich mich bei Peter Sauber bedanken, dem einzigen Gentleman in diesem Sport!»
Warum geriet der vor zwei Wochen als sicher geltende Transfer doch noch ins Stocken, zogen plötzlich private Sponsoren ihre Zusage zurück? De la Rosa: «Ja, es gab einige Komplikationen. Aber das gehört nicht an die Öffentlichkeit.»
Nun, Ferrari versuchte die unklare Situation in Hinwil auszunützen, um seinen Ersatzfahrer Giancarlo Fisichella (37) diese Saison unter günstigen Bedingungen zu parkieren. Doch Saubers Motorenpartner blitzte ab – der Chef blieb (trotz internem Gegenwind) bei seiner ersten Wahl.
Und dafür gabs Applaus aus Wien. Niki Lauda zu BLICK: «Pedro ist die richtige Wahl, zudem ist er ja ein halber Schweizer, weil er seit Jahren in Zürich lebt. Die unheimliche Erfahrung des auch sehr sympathischen Spaniers wird Sauber weiterhelfen. Kein Pilot sass länger vor einem Simulator als Pedro. Natürlich hat er nicht den Speed eines Vettels oder Hamiltons. Aber er weiss, wie man ein Auto nach vorne bringt. Und mit diesem wahnsinnigen Japaner Kobayashi, der für mich die Sensation 2009 war, hat er einen guten Massstab.»
Der frische Wind tut dem neuen Team in Hinwil gut. Sauber-Dauerbrenner Nick Heidfeld blitzte ab, ja selbst Ralf Schumacher telefonierte kürzlich mit Sauber und wollte sich empfehlen …
Mit Pedro de la Rosa kommt also der Testkönig als Verstärkung, auch wenn einige Fans zweifeln. Doch sieben Jahre lang machte er dem McLaren-Mercedes schnelle Beine. Selbst Hamilton sagte nach seinem WM-Titel 2008: «Ein grosser Dank geht auch an Pedro de la Rosa!»
Bei den Silberpfeilen kam der Südländer 2005 (einmal) und 2006 (achtmal) zu einem Formel-1-Rennen, als er zuerst den verletzten Montoya und ein Jahr später den gefeuerten Montoya ersetzen musste. Die Bilanz: 23 WM-Punkte.
Interessant, dass De la Rosa am 7. März 1999 im ersten WM-Lauf auf dem unterlegenen Arrows in Melbourne als Sechster gleich punktete. Auch in seinem bisher letzten Rennen, am 22. Oktober 2006 in Brasilien, fuhr er als Achter in die Punkteränge.
«So kann es weitergehen», sagte Pedro gestern und feierte mit Ehefrau Maria sowie den drei Töchtern Georgina (7), Oliva (5) und Luna (22 Monate) den speziellen Tag.