Infografiken Formel 1 Saison 2016 F1 Strecken Saison 2016 F1 Teams Saison 2016 F1 Wagen Saison 2016

Mit Helis Horror-Unfälle verhindern Air Zermatt will in die Formel 1!

Heli statt Kran. Mit diesem einfachen Rezept will die Air Zermatt die Formel 1 revolutionieren.

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?

Top 3

1 Roger Benoit zum Drama um F1-Boss Ecclestone Schwiegermutter entführt!
2 Kommender Formel-1-Star Verstappen (18) So brutal wie Senna und Schumi
3 Die guten und harten Jahre mit BMW Die Wahrheit!

Formel 1

Platz Name Land Punkte
1 Lewis Hamilton GBR 192
2 Nico Rosberg GER 186
3 Daniel Ricciardo AUS 115
4 Kimi Raikkonen FIN 114
5 Sebastian Vettel GER 110
6 Max Verstappen NED 100
7 Valtteri Bottas FIN 56
8 Sergio Perez MEX 47
9 Felipe Massa BRA 38
10 Carlos Sainz Jr ESP 30
11 Romain Grosjean FRA 28
12 Nico Hulkenberg GER 27
13 Fernando Alonso ESP 24
14 Daniil Kvyat RUS 23
15 Jenson Button GBR 13
17 Pascal Wehrlein GER 1
18 Stoffel Vandoorne BEL 1

Formel 1

Heli-Bergung in der Formel 1: Eine gute Idee?»

  • 69,3% Ja! So werden die Rennen noch sicherer.
  • 30,7% Nein! Das bringt diesem Sport überhaupt nichts.
teilen
teilen
73 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden

Es ist eine schreckliche Szene am 5. Oktober in Suzuka. ­Jules Bianchi (25) kracht mit seinem Marussia in einen Bergungs-Kran. Noch immer kämpft der Franzose um sein Leben.

Die Formel 1 rätselt, wie solche Tragödien künftig vermieden werden können. Die Lösung könnte aus der Schweiz stammen. Genauer aus dem Wallis. Die Air Zermatt will in die Formel 1!

Die Pioniere der Lüfte wollen auch den Rennsport revolutionieren. Die Idee: Statt mit Kranen und Traktoren sollen liegen gebliebene Boliden mit dem Helikopter aus der Gefahren­zone gebracht werden.

«Das ist eine sichere, gute und schnelle Methode», sagt Air-Zermatt-CEO Gerold ­Biner. «Wir sind sehr interessiert, dass sie in der Formel 1 angewandt wird.»

Das Unternehmen steht als Partner voll und ganz hinter dem Projekt der Initianten Samuel Summermatter und Jürgen König. Die Air Zermatt würde Helis zur Verfügung stellen. Und vor allem das Know-how, das die Firma gerne der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte.

Entstanden ist die Idee um die Jahrtausendwende. Air-Zermatt-­Pilot Summermatter erzählt: «Wir haben uns an den langen Safetycar-Phasen und an der brachialen und ver­alteten Abschleppmethodik gestört, was uns dann irgendwann einmal auf die Idee brachte, hierfür einen Hubschrauber in Betracht zu ziehen.»

Er macht sich mit seinem Kumpel König an die Arbeit. Das Projekt erlebt den Höhepunkt 2005. Beim A1GP in Dubai (die Rennserie existiert nicht mehr) kommen sie zum Einsatz – und brillieren. Fehler- und problemlos fliegt Summermatter die liegen gebliebenen Boliden von der Strecke.

Fahrer und Experten begeistert

Als Nächstes hätte eine Teilnahme an Formel-1-Tests folgen sollen. Doch das Projekt bleibt auf der Strecke. «Unser Vorschlag für das weitere Vorgehen blieb von der FIA bis heute unbeantwortet.»

Nach dem Bianchi-Drama weckt die Idee aber wieder Interesse. König: «Der Unfall hätte mit unserem Bergungssystem vermieden werden können, da sich kein Bergungsfahrzeug auf der Strecke befunden hätte.»

Das sehen auch andere so. Fahrer und Experten, die beim Dubai-Test 2005 dabei waren, gehen auf Summermatter und König zu.

Erst daraufhin startet das Duo eine neuerliche Bewerbung bei der FIA – mit der vollen Unterstützung der Air Zermatt.

Ob es zu einem Deal mit der F1 kommt, steht aber noch in den Sternen. Das Gremium, das den Bianchi-Unfall bis 3. Dezember aufarbeiten soll, hat von der Variante Kenntnis.

Publiziert am 28.10.2014 | Aktualisiert am 28.10.2014

So will Air Zermatt retten

Die Air Zermatt will die Formel-1-Welt erobern. Heli statt Kran! So funktioniert die Idee im Detail: Während des ganzen Rennens ist der Heli in der Luft. Wenns kracht, begibt sich der Pilot in Position. Sobald er grünes Licht hat, beginnt die Bergung.

Diese ist einfach. Beim Fahrzeug braucht es einen Streckenposten, der den Wagen an den Haken hängt. Wichtig: Das Bergungsseil ist mindestens 50 Meter lang, damit die Autos nicht durch den Abtrieb gestört werden.

Hängt der Bolide am Haken, fliegt der Pilot an einen definierten Ort, ohne Zuschauer zu überfliegen. Oder aber er lupft das Auto über den Sicherheitszaun. Dies ist insbesondere vonnöten, wenn durch Trümmerteile Gefahr droht. Das ganze dauert keine 5 Minuten.

Pilot Samuel Summermatter ist sich bewusst, dass die Air Zermatt nicht auf einen Schlag alle Probleme der Bergung lösen kann. «Dieses Projekt kann nicht auf einen Schlag eingeführt werden. Es muss ein Zusammenspiel mit den vorhandenen Mechanismen sein. Schritt für Schritt.» Erste Schritte wären für 2015 realistisch.

Ein besonderes Schmankerl: Der Heli verfügt über eine Highspeed-Kamera. Wenn er nicht mit der Bergung beschäftigt ist, liefert er spektakuläre TV-Aufnahmen. (sme)

teilen
teilen
73 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden

7 Kommentare
  • Jean-Marc  Schneuwly 28.10.2014
    Wäre sicher ein Versuch wert.
    Gute Marketing-Idee der Air Zermatt.

    In der Zwischenzeit sollte es aber darum gehen, den Jules nicht zu vergessen. Wir hoffen alle, dass es wie bei Schumi bergauf geht und drücken die Daumen! Bon rétablissement.
  • Beat  Steiner aus Zug
    28.10.2014
    Und wie gedenkt man in Zukunft die liegengebliebenen Fussballer oder besser gesagt sterbenden Schwäne rasch möglichst aus dem Spielfeld zu holen?
  • Peter  Stahl aus Baden
    28.10.2014
    Hier gehts wohl mehr um Show und Prestigezwecke. Sinn macht dies sicher keinen. Bei Rennunfällen kommt normalerweise das Safetycar und es werden keine hohen Geschwindigkeiten mehr gefahren. Der Unfall von Bianchi war sehr unglücklich, doch sollte so nicht passieren können. Bei einem Helitransport steht das defekte Fahrzeug trotzdem am Rand oder auf der Piste bis der Heli kommt und irgendwer muss ja das Fahrzeug auch anhängen am Boden.Also wohl eher ein Showeffekt für die Rennen.
  • Gerry  Kuster 28.10.2014
    Völliger Quatsch, erhöht nur das Risiko für Zuschauer und bei fahrenden Autos kann der Helikopter dann auch nicht eingesetzt werden. Da müssten dann wohl alle anhalten am Unfallplatz.
  • Meier  Thomas aus Rheinfelden
    28.10.2014
    Tolle idee, aber was passiert, wenn der Heli samt Boliden in die Zuschauer stürtzt. Dann gibt es mehr als nur 1 Verletzten.