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Der Hinwiler General hat sich mit BLICK in den Schatten des Bahrain-Fahrerlagers zurückgezogen. Draussen knallen über 35 Grad auf den Asphalt. «Ich glaube, wir stehen vor der spannendsten Saison aller Zeiten. Da es so viele Favoriten gibt, muss es logischerweise auch viele Enttäuschungen geben. Ich hoffe, wir gehören im langgezogenen Mittelfeld am Ende nicht zu den Geschlagenen», sagt Sauber einen Tag vor seinem Comeback als Teamchef.
Um 12 Uhr hat Sauber sein gesamtes Team mit den beiden Fahrern Pedro De la Rosa (39) und Kamui Kobayashi (23) zusammengetrommelt und allen nochmals für ihren bisherigen Einsatz gedankt. Und überall waren freudige und erwartungsfrohe Gesichter zu entdecken. Sauber: «Die Zeit der Spekulationen ist am Freitag endlich vorbei. Wir werden aber am ersten Trainingstag sicher keine sogenannten Vorstandszeiten mit dem letzten Tropfen Benzin fahren, sondern unser normales Programm abspulen. Wir müssen niemandem etwas vormachen!»
Das neue Sauber-Team ist mit genau 63 Mitarbeitern (2010 dürfen nur noch 45 Leute am Auto arbeiten) angereist – eine der kleinsten Delegationen im GP-Zirkus. Trotz der Sparwelle behält Peter Sauber eine Tradition nach vier BMW-Jahren als Teamteilhaber bei: «Alle festangestellten Mitarbeiter bekommen eine Punkteprämie. Aber nach dem alten Punktesystem.»
So werden die Plätze 9 und 10 ab diesem Jahr nur in der WM belohnt, aber nicht in Hinwil. Die Summe pro Punkt will Sauber nicht verraten, aber sie dürfte um die 25 Franken liegen. Ein noble Geste in diesen schwierigen Zeiten.
Denn heute werden beide Sauber-Ferrari – wie bei den Testfahrten – als weisse Jungfrau mit den Startnummer 22 und 23 über die Wüstenpiste rasen. Der grosse Sponsor ist also noch nicht aufgetaucht. Neu ist nur das grosse, weissrote Teamlogo auf der Motorabdeckung. Sauber zu BLICK: «Es soll ein klares Bekenntnis zur Schweiz sein!»