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«Hier kann man ja gut überholen», sagte Lewis Hamilton nach dem Qualifying und schien sich schon auf die heissen Duelle zu freuen. Doch dazu kommt es erst gar nicht. Denn Mark Webber im Red Bull erwischt einen derart miserablen Start, dass Hamilton mühelos vorbeikommt und vorneweg ziehen kann.
Da können dem Briten auch die nachfolgende Rutschpartie im Regen und die kurze Safety-Car-Phase nichts anhaben, Lewis rast vorne weg. Und selbst als rund zehn Runden vor Schluss der Regen wieder einsetzt und Hamilton von der Strecke rutscht, bleibt er im McLaren in Front. Hamilton feiert seinen vierten Saisonsieg (den zweiten in Serie), was ihm die WM-Führung einbringt.
Drama um Vettel
Dahinter geht es heiss zu und her. Etwa in der 18. von 44 Runden. Vettel, auf Rang drei unterwegs, will an Jenson Button vorbei. Doch der Deutsche verliert beim Anbremsen das Auto und kracht Button in die Seite. Vettel schafft es im Red Bull noch an die Boxen, für Button bedeutet der Crash das Out.
Und Vettel? Der kassiert nach dem Crash eine Durchfahrtsstrafe, kann aber noch immer auf Punkte hoffen, fährt superschnelle Zeiten. Doch als der Deutsche Liuzzi überholt, passiert es: Am Frontflügel des Italieners schlitzt er sich den Reifen auf. Als 15. bleibt er ohne Punkte.
Die Profiteure des Dramas heissen Webber und Kubica, die sich hinter Hamilton die Podestplätze schnappen. Vettel liegt als Gesamt-Dritter in der WM schon 28 Punkte hinter Webber, 31 hinter Hamilton.
Kobayashi beweist glückliches Händchen
Ein glückliches Händchen beweist Sauber-Pilot Kamui Kobayashi. Der Japaner wechselt gleich zu Beginn auf den harten Gummi. Kommt in dem Regen-Chaos nach dem Start als 13. zurück ins Rennen. Dann verzieht sich der Regen, die Piste trocknet ab – und Kobayashi hat den obligatorischen Zwischenstopp schon hinter sich. So findet sich Kobayashi bei der Zieldurchfahrt auf Rang acht wieder und holt vier Punkte – nicht schlecht von Startplatz 18 aus.
Als Pedro de la Rosa kurz vor Schluss auf Rang 10 liegt, : «Was für eine Auferstehung nach der katastrophalen Qualifikation.» Doch dann rutscht de la Rosa ins Kiesbett. Der Spanier wird 11. Benoit: «‹Verdammt›, wird man bei Sauber fluchen.»
Buemi fällt gleich beim Start auf den letzten Platz zurück. Dann vertut sich der Romand in der Reifenwahl, was einen Extrastop als Konsequenz nach sich zieht. Buemi muss das Feld von hinten aufrollen, genau wie Fernando Alonso. Denn der Spanier setzt nach einem Crash kurz nach dem Start ebenfalls auf Intermediates – und vertut sich damit.
Alonso kämpft sich immerhin noch auf Rang acht, fliegt zum Schluss im Regen aber ab und bleibt ohne Punkte. Wie auch Buemi, der auf dem 12. Schlussrang landet. (sme)