Experten streiten sich Lauda(tio) für Schumi

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Roger Benoit
Niki Lauda paradiert vor den F-1-Piloten. Michael Schumacher (Mitte) schenkt dem Österreicher seine Aufmerksamkeit.- AP

Spott und Hohn, Jubel und Lob – die Fachwelt ist sich auch vier Tage nach dem Comeback von Schumi nicht einig, wie sie den Wüstenauftritt des Stars bewerten soll.

Schumi selbst ist über seine Rückkehr in Bahrain «sehr happy» und verlangt von seinem Team und den Kritikern etwas Zeit. Aber hat man die in der Formel 1?

«Die muss man Schumacher geben. Wer die ganze Sache objektiv betrachtet, der muss vor der Leistung von Michael den Hut ziehen. Schon in Melbourne wird er eine bessere Qualifikationsrunde hinlegen. Und eine Woche später in Malaysia wird Schumi auch im Rennen eine Topleistung bringen!»

Der Mann, der BLICK gegenüber gestern diese aussergewöhnliche Lauda(tio) hielt, hatte vor rund 30 Jahren selbst einmal für fast drei Jahre Pause gemacht: Niki Lauda (61). «Ich weiss also, wovon ich rede. Die alten Automatismen brauchen eine gewisse Zeit, bis sie wieder da sind. Das Autofahren kannst du nicht verlernen. Vor allem dann nicht, wenn du auf einem solch hohen Level gefahren bist.»

Lauda siegte bei seinem Comeback 1982 auf McLaren-Ford bereits im dritten Rennen in Long Beach – vor dem späteren Weltmeister Keke Rosberg auf Williams.

Kann auch Schumi schon seinen dritten Grand Prix gewinnen? Lauda: «Das glaube ich kaum. Dazu muss der Mercedes unbedingt an Speed gewinnen. Doch Ross Brawn wird den Abstand auf Ferrari und Red Bull sicher verringern.»

Beim Europa-Start am 9. Mai in Barcelona soll ein grosses Aero-Paket den Silberpfeil schneller machen. Aber bis dahin schläft auch die Konkurrenz nicht.

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