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Herrlicher Sonnenschein und 32 Grad in der Wüste von Manama. Ausser den beiden Hispania-Autos von Senna und Chandhok machen alle andern 22 Piloten sofort eine Aufwärmrunde, bleiben dann aber in den Boxen. In den ersten 25 Minuten sind nur zwei Autos zeitmässig auf der um 888 m verlängerten Piste, die beiden Lotus von Trulli und Kovalainen. Das Comeback des englischen Traditionsteams (79 Siege), das Ende 1994 aufhörte, wird kaum hohe Wellen schlagen. Die Autos aus Norfolk sind noch rund vier Sekunden zu langsam.
Erster «Sieger» wird der in Oensingen SO wohnhafte Deutsche Adrian Sutil im Force India-Mercedes. Ein Team, das Peter Sauber im Mittelfeld zu seinen engsten Rivalen zählt. Die Hinwiler Autos, die noch mit ziemlich vollen Tanks unterwegs waren, landeten auf den Rängen 9 (De la ) und 10 (Kobayashi). Hinter den Kulissen bahnt sich übrigens ein Namenswechsel an, so soll die jetzt noch offiziell als BMW-Sauber-F1-Team herumfahrende Mannschaft noch vor dem nächsten Rennen in Australien die lästigen drei Buchstaben BMW abgeben dürfen.
Erst das zweite Training am Nachmittag, wenn die Temperaturen auf dem 6,2 km langen Wüsten-Highway auf rund 34 Grad steigen werden, sollte zum ersten Gradmesser für das Kräfteverhältnis werden. Dann werden die meisten Teams auch mit leichteren Tankinhalten unterwegs sein. Und so dürften alle Zeiten um rund drei Sekunden fallen.
Man erwartet immer noch McLaren und Red Bull leicht vor Ferrari – und Mercedes mit Schumi als vierte Kraft. Der Superstar aus Gland VD gewöhnte sich erst einmal an sein neues Spielzeug und dürfte morgen in der ersten Qualifikation nach seiner dreijährigen Pause kaum mehr mit einem 10. Startplatz zufrieden sein.
Schon die ersten Runden haben hier am Golf gezeigt, dass der Waadtländer Sébastien Buemi mit dem Toro Rosso ein gutes Auto in den Händen hält. «Ich hoffe, dass ich 2010 auch gegen die beiden Sauber mithalten kann.»