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Buemi und Schumi: Buemi und Schumi: Kart-Duell in der Wüste von Las Vegas

Formel 1-Experte Roger Benoit über das Rennen grosser Fahrer in kleinen Boliden.

Roger Benoit | Aktualisiert um 13:23 | 22.11.2009
Michael Schumacher musste sich im Kart Buemi geschlagen geben. (AP)
Michael Schumacher musste sich im Kart Buemi geschlagen geben. (AP)
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Für Sébastian Buemi (21), der bald von Bahrain nach Monte Carlo zieht, geht es an diesem Wochenende in Las Vegas um viel Prestige. Beim Superkart-Finale mit den ­bes­ten Piloten der Welt landete Buemi als bester Gastfahrer im ­ersten von vier Rennen auf dem ­tollen 10. Platz – 1,3 Sekunden vor ­Michael Schumacher (12.), 5,4 Sekunden vor Nelson Piquet junior (17.) und 6,6 Sekunden vor der Schweizer Lady Cindy Allemann (18.).

Buemi zu SonntagsBlick: «Das war verdammt hart, wenn da 44 Boliden unterwegs sind. Und mein letztes Kart-Rennen bin ich 2003 gefahren. Aber es hat Spass gemacht, mit über 130 Sachen auf einem Hotelparkplatz zu fahren und dabei vor Schumi zu liegen.»

Schumi, auf der mittlerweile eigenen Kartbahn in Kerpen aufgewachsen, bleibt gross im Gespräch. So bot jetzt ein Londoner Wettbüro den Wahlschweizer mit ­einer 20:1-Quote als Weltmeister 2010 an!

Aber ­hallo, zuerst müsste ja das bereits ­dementierte Gerücht, dass Schumi neben Rosberg bei Mercedes fährt, wahr werden...

Inside von Roger Benoit

Für Neel Jani (25) werden die Formel-1-Testtage vom 1. bis 3. Dezember in Andalusien zur grossen Prüfung. Der Seeländer darf, weil er noch keinen Grand Prix gefahren ist, bei dieser Talentshow mitmachen. Der zehnfache A1-Rekordsieger kann im Force-India-Mercedes sein Können demonstrieren. Man sollte Jani nur einen Rat geben, den er einst als Ersatzfahrer bei Toro Rosso leider nicht befolgte: Keine Ausreden – nur Vollgas! Oft beschwerte sich Jani, dass er bei Tests nicht die gleichen Bedingungen hatte wie sein Teamkollege. Weil der GP-Zirkus 2010 jetzt gleich26 Artisten braucht, hätte Jani ­sicher eine Chance verdient!

In Jerez werden die meisten der aktuellen Teams den Piloten eine Chance geben, denen die Zukunft ge­hören könnte. Im Toro Rosso lässt ­Motorenpartner Ferrari ­seinen Nachwuchsstar Mirko Bortolotti (19) herumfahren. Der Italiener mit österreichischen Karriere-Wurzeln war vor einem Jahr in Fiorano mit dem Ferrari am gleichen Tag schneller als Kimi Räikkönen. Die vier neuen Teams fehlen in Spa­nien, weil ja noch kein Neuling
ein Formel-1-Auto bereit hat...

Die GP-Stars müssen bis zum 1. Februar 2010 warten, ehe sie in Valencia für drei Tage wieder ins Cockpit klettern dürfen. Dann folgen noch die Tests in Jerez (10. und 16. bis 19. Februar) sowie in Barcelona (25. bis 28. Februar).

Beim Williams-Team ist der österreichische Finanzinvestor und Auto­rennfahrer Toto Wolff (37, Bild) mit über 10 Prozent Anteilen eingestiegen. Der am Bodensee (Schweizer Seite) lebende Wiener ist mit DTM-Pilotin Susie Stoddart zusammen und betreibt mit Ex-Weltmeister Mika Häkkinen auch eine Manager-Firma. Mit einem Porsche 997 RSR und 7:03 Minuten hält Wolff den Rekord auf dem alten Nürburgring ohne Turbopower. Frank Williams: «Ich bin 67 und lebe nicht ewig! Wolff passt gut zu uns. Er ist erst 37 – und hat schon Firmen mit Gewinn verkauft.»

Sébastian Buemi. (Keystone)
Sébastian Buemi. (Keystone)
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