Als reinen PR-Gag und als «Entwicklungshelferinnen» haben die Teams von Marussia (Maria de Villota) und Williams (Susie Wolff) zwei attraktive Damen ins Team geholt.
Ihre genauen Aufgaben kennt kaum einer. Die unbekannte Spanierin bezahlte jetzt ihre erste Formel-1-Fahrt auf dem Flugplatz von Duxford bei Cambridge fast mit dem Leben (BLICK berichtete).
Gestern wurde bei Maria in London eine komplizierte Schädeloperation durchgeführt – dabei verlor sie ihr rechtes Auge. Ihre GP-Karriere ist nach knapp drei Kilometern zu Ende.
Lewis Hamilton ist vom Unfall geschockt und twitterte: «Ich hoffe, dass sie durchhält.»
Maria musste einmal die Gerade hochfahren, dann zurück. Als sie zu den «Boxen» wollte, wo ein Teamtransporter stand, muss sie das Anti-Stall-System (verhindert das Abwürgen des Motors) falsch bedient haben.
Der Marussia machte einen Satz nach vorne und krachte voll in die auf 80 Zentimeter Höhe ausgefahrene Laderampe des Transporters!
Schreie, Angst – und fast eine Stunde blieb die Tochter des früheren GP-Piloten Emilio de Villota im Cockpit.
Vielleicht überlegt man sich jetzt bei Williams einen Einsatz von DTM-Pilotin Susie Wolff. Das Team hat mit Bottas (Fi) bereits einen schnellen Ersatzfahrer – und Klien (Ö) sitzt im Simulator!
Sie jetten um die Welt – und sind trotzdem meist arbeitslos. Die Ersatzfahrer der Formel 1. Ein harter Job. Nur die Hoffnung lebt. Sie müssen im Notfall bereit sein. Wird ein Stammfahrer krank oder verletzt sich, dann schlägt ihre Stunde.
Andere haben das Glück, dass sie im ersten Freitags-Training einen der beiden GP-Piloten ersetzen dürfen.
Auf einen solchen Einsatz hofft jetzt der Schweizer Sébastien Buemi (23). Bei Red Bull oder eben bei seinem alten Team Toro Rosso, wo Ricciardo und Vergne bisher meist Müll ablieferten.
Buemi, sehr clever, verweigert dazu jeden Kommentar. «Meine Stunde wird kommen», sagt er nur zu BLICK.
Bei Red Bull ist Genie Adrian Newey mit der Arbeit von Buemi im Simulator «hochzufrieden», wie er der Pariser «L’Equipe» sagte.
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