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Der heutige Jubilar wohnt immer noch an der Victory Lane (Siegesstrasse) im US-Nest Nazareth (Pennsylvania): Mario Andretti. Wir müssten Bücher schreiben, um den wohl grössten Allround-Rennfahrer aller Zeiten an seinem heutigen 70. Geburtstag zu würdigen. Er wurde im italienischen Montona (heute Motovun in Kroatien) geboren. Den Fans in Europa ist er vor allem als 128-facher GP-Starter auf Lotus, March, Ferrari, Alfa Romeo und Williams bekannt. 1978 wurde Andretti in Monza Sechster und Weltmeister – sein Lotus-Kumpel Ronnie Peterson war beim Start verunglückt! Als Mario den Schweden, der sich nur die Beine brach, am nächsten Morgen im Spital besuchen wollte, war dieser tot – Lungenembolie! «Diesen 10. und 11. September vergesse ich nie», sagt mir Mario jedesmal, wenn wir uns treffen. Das nächste Mal in zwei Wochen in Bahrain, wo alle 20 noch lebenden F1-Champions eingeladen sind. In der CART-Serie gewann Andretti von 407 Rennen 52 – aber nur einmal in Indy (1969).
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Der vorletzte Testtag vor dem WM-Start in der Wüste ist regnerisch. Sébastien Buemi (21) gelingt in einer Trockenphase im Toro-Rosso-Ferrari die zweitschnellste Zeit und vor allem eine gelunge Rennsimulation. «Mit vollen Tanks ist es verdammt leicht, die Reifen schon beim Start zu ruinieren», sagt der Welsche. Der Tagessieg geht an Nico Rosberg (24). Mit dem Mercedes dreht er auch die meisten Barcelona-Runden – 128 oder eben 600 Kilometer. Zum Abschluss übernimmt heute Comeback-Superstar Michael Schumacher (41) den Silberpfeil. Macht er ohne viel Sprit noch Jagd auf eine Bestzeit? Bei den englischen Buchmachern liegen Fernando Alonso (2,5:1) und Lewis Hamilton (4,5:1) sowie Sebastian Vettel (6:1) wettmässig vor dem siebenfachen Weltmeister mit einer Quote von 7:1. De la Rosa und Kobayashi gibts für 60:1.
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Was machen in diesen tagen eigentlich unsere Talente? Fabio Leimer (20) aus Rothrist AG fuhr in der GP2-Asien-Serie in Bahrain in beiden Rennen als 20. und 15. dem Feld hinterher. Rennchef war dort der Berner Paul Gutjahr (64). FIA-Boss Jean Todt holt Gutjahr als Chefkommissär in die Formel 1 zurück. In Huntsville (Alabama) absolvierte Simona de Silvestro (21) den zweiten Test in einem IndyCar-Boliden. Sie will 2010 in die heisseste Serie mit den Indy 500.
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Spanische Reize: Jaime Alguersuari, der GP-Teamkollege von Buemi, bei einer Modeschau in Madrid. (Reuters)