Kommentar «Freue mich auf Kobayashis Duelle mit Schumi»

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Patrick Mäder

ZÜRICH – BLICK-Sportchef a.i. Patrick Mäder freut sich auf den neuen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi sowie über die Rückkehr von Michael Schumacher.

Wie habe ich geflucht, als Michael Schumacher 1994, im Jahr von Sennas Tod, im Benetton-Ford Damon Hill von der Strecke bugsierte – unfair und mit Absicht. Beide mussten das Rennen aufgeben, Schumacher wurde erstmals Weltmeister.

Wie habe ich geflucht, als der Deutsche drei Jahre später das Gleiche mit Jacques Villeneuve probierte – unfair und mit Absicht. Umso lauter gejubelt, weil die Taktik misslang, nur Schumi ausfiel und nachträglich aus der WM-Wertung gestrichen wurde.

Wie habe ich geflucht über die Monotonie in den Schumi-Jahren. Mich geärgert über sein aufgesetztes Lächeln, seine substanzarmen Statements.

Verzweifelt hielt ich nach Fahrern Ausschau, die Schumis Solo stoppen könnten. Habe mal dem bünzligen Häkkinen, mal dem hölzernen Coulthard, mal dem coolen Räikkönen, gar Frauenheld Eddie Irvine die Daumen gedrückt. Stets vergeblich.

Erst nach Schumis Rücktritt merkte ich, wie er mir fehlt. Ich bin mir sicher, er hat auch den Piloten gefehlt. Nie mehr sah ich einen wie Montoya, der jedes Mal, wenn er Schumis Heck vor sich sah, eine Extra-Portion Risiko auf sich nahm.

Nie mehr. Bis zum Auftritt von Kamui Kobayashi, der im Toyota die letzten zwei Rennen der abgelaufenen Saison fuhr, aggressiv und spektakulär. Begeistert nahm ich seinen Wechsel zu Sauber zur Kenntnis. Wie ich mich freue auf diesen heissblütigen Japaner. Und wie erst auf seine Duelle mit Schumi.

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Patrick Mäder, BLICK-Sportchef a.i.- Philippe Rossier

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