Infografiken Formel 1 Saison 2016 F1 Strecken Saison 2016 F1 Teams Saison 2016 F1 Wagen Saison 2016

Formel-1-Superhirn Ross Brawn hat ein Buch geschrieben «Schumacher war unfair und paranoid»

Ross Brawn plaudert aus dem Formel-1-Nähkästchen und verrät auch Geheimnisse über Michael Schumacher, mit dem er so viele Erfolge feierte.

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?

Top 3

1 Bottas zu Mercedes, Massa zurück Fix! Wehrlein wird zweiter Sauber-Fahrer
2 Das meint BLICK-Benoit zu den F1-Transfers Hinwil wird zum...
3 Kann Bottas Hamilton am Nerv kitzeln? «Bin bereit – und der WM-Titel...

Formel 1

teilen
teilen
0 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

Sie eilten gemeinsam von Erfolg zur Erfolg: Superhirn Ross Brawn (61) und Michael Schumacher (47), der siebenfache Formel-1-Weltmeister. Nun schreibt der Brite in seinem Buch «Total Competition: Lessons in Strategy from Formula One» über die dunklen Seiten Schumachers.

«Michael hatte einen Schwachpunkt. Er war so ehrgeizig, dass er die Dinge nicht so sah, wie das andere tun würden», schreibt Brawn. Bezeichnend für diese Seite nennt Brawn die Kollision mit dem Kanadier Jacques Villeneuve beim Saisonfinale 1997 in Jerez, die Schumacher den Vize-WM-Titel kostete.

«Michael kam in die Box und brüllte wie am Spiess: ‹Villeneuve hat mich aus dem Rennen gekickt!› Er schaute sich die Wiederholung an, wurde kreidebleich im Gesicht und realisierte, was er da angerichtet hatte», schreibt Brawn. Schumacher wurde von der FIA als Unfallverursacher bezeichnet.

Legendär war auch das Manöver während des Qualifyings in Monaco 2006. Damals parkierte Schumacher seinen Ferrari in der letzten Kurve, Brawn unterstellt dem Deutschen Kalkül. «Jeder wusste, dass Michael nicht der sauberste Fahrer war, dass er auch nicht besonders fair war, sogar unfair.»

Schumacher habe an jenem Wochenende das schnellste Auto gehabt. «Aber er war besorgt, dass er das im Rennen nicht würde nutzen können, falls ihm jemand die Pole-Position wegschnappen sollte. Sein Verhalten war fast nicht mehr zu verteidigen.» Brawn spricht von einer instinktiven Reaktion.

Sich selber spricht er allerdings nicht von aller Schuld frei. «Ich für meinen Teil habe es nicht geschafft, ihm diese Gelassenheit zu vermitteln. Also wurde er diesbezüglich paranoid.» Schumacher beendete seine Karriere vor vier Jahren, nachdem er bei Mercedes ein Comeback gegeben hatte.

Vor drei Jahren erlitt er bei einem Ski-Unfall in den französischen Alpen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag ein halbes Jahr im Koma. Im Herbst 2014 verliess er das Spital. Seither erholt er sich in seinem Anwesen in Gland VD. Über seinen Gesundheitszustand ist nichts bekannt.

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
teilen
teilen
0 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

27 Kommentare
  • Leonardo  Ciaburri aus Bühler
    16.11.2016
    Georges Schneider/Carly Pfitzner; Nur schon (1994) so weit zu kommen, dass er im letzten Rennen noch für die WM fährt - gleicht schon an einem Wunder. Ein Jahr später hat er den Benetton soweit entwickelt, dass er die Konkurrenz deklassiert hat. Dann hat er den Ferrari in 4 Jahren zum Thron geführt. Senna tat immer das Gegenteil; das beste Auto haben, gewinnen und sobald ein anderes besser war - wechseln. Sorry wollt ihr mir zu glauben machen, dass Schumi kein grosser Rennfahrer war??
    • Georges  Schneider 16.11.2016
      Sorry Herr Ciaburri, aber man sollte bei der Beurteilung schon die Schumi-Brille abnehmen. Ich hoffe schon, dass auch Sie wissen, unter welchen Bedingungen Schumi seine Siege herausgefahren hat. Z.B. musste die führende #2 (Barrichello/Irvine) auf Befehl Schumi den Vortritt lassen. Und warum Schumi im WM-Klassement 1997 nicht erscheint können Sie uns sicher auch glaubhaft erklären.
    • Georges  Schneider 16.11.2016
      Und noch etwas, Herr Ciaburri. Schumis Karriere begann 1994 bei Jordan. Aber bereits nach einem(!) Rennen haute er bei Jordan ab und dockte bei Benetton an. Wo ist hier der Unterschied zu ihrem Senna?
  • Annemarie   Setz 15.11.2016
    Ich denke jeder Rennfahrer, überhaupt jeder Sportler war und ist ehrgeizig, was soll also ein Buch über die "dunklen Seiten" von Michael Schumacher. Will der Autor den Rennfahrer in den Schmutz ziehen und damit Geld machen? Michael Schumacher und sein Familie leiden.Ich finde es eine Schande, im jetzigen Zeitpunkt mit solchen Veröffentlichungen sich in den Medien zu präsentieren.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      15.11.2016
      Entschuldigen Sie aber das Buch ist nicht über Schumi, es geht um einen der Erfolgreichsten Teamchef der seine Karriere erzählt und Schumi war eben für lange Zeit der Fahrer bei Ihm. Zuerst Benetton, dann Ferrari und zuletzt Mercedes.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    15.11.2016
    Brawn einer der Erfogreichsten Teamführer hat seine Geschichte erzählt. Da ich das Buch nicht kennen wäre es Überheblich darüber zu Urteilen. Im hier behandelten Teil sehe nicht irgend etwas das Ehrverlezend wäre, praktisch alle Fahrer ticken so einer mehr und einer weniger und ich bin sicher das er auch über die positive Seite geschrieben hat. Auch glaube ich das er auch heute alles machen würde wen er damit Schumi helfen kann.
  • Meier  Ernst aus Erde
    15.11.2016
    Formel 1 ist nun kein Ponyhof mit integrierter Wohlfühloase. Jeder Fahrer ist ehrgeizig und muss es auch sein, um Ziele erreichen zu können. Der Kampf um Positionen und Strategien ist ihr tägliches Brot. Allerdings gibt es Fahrer, die ihre Ziele über alles stellen, normale Fahrer und richtige Gentlemans auf der Strecke. Jenson Button oder einen David Coulthard würde ich beispielsweise zur letzten Gruppe zählen. Schuhmacher, Vettel oder Verstappen würde ich zur ersten Gruppe zählen.
    • News  Man 15.11.2016
      Ehrgeiz ja, das ist in allen Sportarten und auch Berufen so, wenn man etwas erreichen will. Das schliesst Fairness jedoch nicht aus.
  • Carly  Pfitzner 15.11.2016
    Eigentlich überhaupt keine Neuigkeit, und sicherlich keine Ueberraschung: Wäre Schumacher nicht in der gegenwärtigen bedauernswerten Lage, wären die Post-Career Urteile noch um einiges negativer und outspoken! Sein fast schon krankhafter Ehrgeiz, seine Verbissenheit und seine Rechthaberhei, verbunden mit den besten Fahrzeugen die er immer fahren durfte, liessen ihn immer wieder gewinnen......aber leider nicht auf einem professionellem, legendären Niveau wie z.B. Senna, Fangio, Clark, Moss etc!
    • Holger  Merk 15.11.2016
      Klar wie Ferrari das er über Jahre aus dem Niemandsland geholt hat. Nachweislich gings ab 1996 steil bergauf. Er war mehr als nur einer der besten Fahrer aller Zeiten.
    • Leonardo  Ciaburri aus Bühler
      15.11.2016
      ...halt halt halt.. Wenn jemand immer die besten Autos ausgesucht hat, war es Senna. Respekt vor seiner Leistung, jedoch jedesmal als er gemerkt hat, dass es nicht mehr reich, wechselte er zum stärkeren Auto. Michael wurde in einem unterlegenen Benetton 1994/1995 Weltmeister und ab 1996 schleuderte er diesen seit Jahren lahmen Ferrari (Alesi/Berger) in die Höhe bis zum WM Titel 2000. So siehts aus!
    • Georges  Schneider 15.11.2016
      @Ciaburri: Dann erklären Sie bitte den übrigen Lesern aber auch, mit welcher Aktion Schumi im letzten Rennen im unterlegenen Benetton Weltmeister wurde. Fairness sieht definitiv anders aus...
    • Martin   Lempert aus Arth
      15.11.2016
      Lieber Herr Pfitzner, Sie scheinen ja der Super Kenner der Formel eins zu sein...
      Aber vielleicht sind Sie ehrlich genug, sich einmal zu fragen:
      wo war Jordan vor Schumacher?
      wo Benetton? wo, vor allem Ferrari und wo Mercedes?
      Ich kenne ein paar "zufällig" Herrschaften aus dem Lager der F1 und fast alle sagen: es gab kaum einen FAHRER, der ein Auto so weiterentwickeln konnte wie Schummi - siehe auch Herr Holger Merk!
    • Carly  Pfitzner 15.11.2016
      Schumi Fans Merk und Ciaburri, dann erklärt uns unwissenden Leser doch, warum er von 2005 bis zum Schicksalsjahr 2013 (mit dem bekanntem Unterbruch) nicht mehr konkurrenzfähig war? Nein, eigentlich müssen sie es nicht erklären, da die vielen Ausreden, technischen Erklärungen, sogenannten Benachteiligungen, die-Andern-sind-Schuld Statements etc etc ja bestens bekannt sind...... Und ja, Vettel hat von Schumi tatsächlich viel gelernt, leider nur wenig gutes!