Sébastien Buemi Es macht wieder Spass

Der Schweizer Formel-1-Pilot Sébastien Buemi sieht die ganze Sache so optimistisch wie noch nie. Sein Toro-Rosso-Wagen läuft zur Topform auf.

  • Publiziert: 28.08.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Sébastien Buemi
play Sebastien Buemi im Toro Rosso. (RDB/Pius Koller)

Noch nie bin ich so optimistisch zu einem Formel-1-Rennen angereist wie jetzt nach Spa. Und welch Wunder: Herrlicher Sonnenschein hat mich gestern in den sonst so verregneten und kalten Wäldern der Ardennen empfangen. Warum ich so zuversichtlich bin, auf dieser tollen Piste nach über vier Monaten endlich wieder einmal WM-Punkte zu machen? Der Grund hat einen Namen: Toro Rosso-Ferrari.

Unser Auto ist jetzt in einer Entwicklungsphase, in der es steil nach oben geht. Ja, es macht wieder richtig Spass, hinter dem Lenkrad zu sitzen. Und für den GP Belgien haben wir auch eine Weiterentwicklung des für den Doppeldiffusoren so wichtigen Unterbodens.
Nach dem missglückten Valencia-Rennen habe ich mich am Montag in Faenza lange mit meinen Ingenieuren unterhalten. Wir sind sicher, dass wir jetzt wieder auf dem richtigen Weg ins vordere Mittelfeld sind.

Leider konnten wir am letzten Samstag den tollen 6. Platz im ersten Qualifikationsteil wegen eines Reifen-Irrtums nicht bestätigen. Und am Sonntag ist mir ja dann schon nach wenigen Sekunden Timo Glock mit dem Toyota über den Frontflügel gerast und hat mir dabei das Bremssystem beschädigt.

Was mich diese Woche am meisten gefreut hat? Mein Kart-Tag am Dienstag in Sarno bei Neapel. Dort konnte ich mit allen Teilnehmern des Finals an der Kart-WM trainieren. Und ich war von meiner Superzeit selbst beeindruckt. Denn diese jungen Fahrer leben ja praktisch in diesen verdammt schnellen Spielzeugen. Kein Wunder, dass die meisten Formel-1-Fahrer im Kartsport gross geworden sind.

play Sébastien Buemi. (RDB/Pius Koller)