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Am 12. Juli rasen die Formel-1-Boliden 60 Runden am Nürburgring in Deutschland. Doch zuvor lässt Bernie Ecclestone die Köpfe rauchen, denn im Interview mit der englischen Zeitung «Times» leistet sich der Formel-1-Boss einige üble Aussetzer. Besonders brisant sind die Aussagen des 78-Jährigen über Adolf Hitler: «Hitler hat mit seiner Art, die Menschen zu führen, einfach die Dinge auf die Reihe bekommen.»
Der Milliardär sagt zwar, dass es schrecklich sei, so etwas zu äussern, aber anstatt seine Aussage abzuschwächen, fügt Ecclestone noch an: «Am Ende hat er die Orientierung verloren. Hitler war kein Diktator.»
Ecclestone zieht starke Führer vor
Der Formel-1-Boss bevorzugt laut eigenen Aussagen tyrannische Regimes mit starken Führern, Demokratie hingegen sei fehlerhaft. Deshalb findet er auch, dass Saddam Hussein der Einzige gewesen sei, der den Irak kontrollieren konnte. Es sei schrecklich gewesen, dass die Engländer die USA beim Sturz des Diktators unterstützten! Ob der Formel-1-Boss immer noch das kindische Theater der FIA und FOTA bei seinen Aussagen im Hinterkopf hatte?
So oder so, auf die Äusserungen von Ecclestone reagieren viele Leute mit grossem Unverständnis. Stephen Pollard, Herausgeber der Londoner Zeitung «Jewish Chronicle», sagt klar und deutlich: «Mr. Ecclestone ist ein Idiot oder moralisch abstossend. Er hat entweder keine Idee, wie dumm und angreifend seine Ansichten sind, oder er weiss es und verdient es, von allen achtbaren Leuten missachtet zu werden.» (raf)