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Die Schweiz darf wieder im Kreis herumfahren... Der 22. August 1954 und ein Traum

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Formel 1

Platz Name Land Punkte
1 Nico Rosberg GER 100
2 Kimi Raikkonen FIN 61
3 Lewis Hamilton GBR 57
4 Sebastian Vettel GER 48
5 Daniel Ricciardo AUS 48
6 Max Verstappen NED 38
7 Felipe Massa BRA 36
8 Valtteri Bottas FIN 29
9 Daniil Kvyat RUS 22
10 Romain Grosjean FRA 22
11 Carlos Sainz Jr ESP 12
12 Fernando Alonso ESP 8
13 Sergio Perez MEX 8
15 Nico Hulkenberg GER 6
16 Jenson Button GBR 3
17 Stoffel Vandoorne BEL 1

Formel 1

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Der Nationalrat hat also mit 97:77 Stimmen das fast 52-jährige Rundstrecken-Verbot in der Schweiz aufgehoben. Endlich. Dafür gehört dem Vorreiter Ueli Giezendanner ein grosses Dankeschön. Denn es war ja irgendwie pervers, dass bei uns die viel gefährlicheren Bergrennen immer erlaubt waren…

Die Katastrophe von Le Mans am 11. Juni 1955 (mit über 80 Toten) führte in Schweden und der Schweiz zum Rundstrecken-Verbot. Die Nordländer hoben es bald wieder auf, nur die Schweiz blieb stur. Und so wurde der 22. August 1954, als Juan Manuel Fangio auf Mercedes den GP der Schweiz auf dem altehrwürdigen Bremgartenkurs bei Bern gewann, zum historischen Formel-1-Datum.

Und in den Schweizer GP-Geschichtsbüchern werden auch keine neuen WM-Kapitel mehr auftauchen! Der Traum von einem weiteren WM-Lauf bei uns wird ewig ein Traum bleiben, weil die Formel 1 in Europa höchstens noch Stadtkurse (Paris, London) begrüsst und sonst immer mehr Richtung Asien zieht.

Und trotzdem ist die Aufhebung des Verbotes sehr wichtig für den ganzen Schweizer Automobilrennsport. Für die Ausbildung der Piloten, für die vielen nationalen Rennen, für Tests, vielleicht sogar für ein Gastrennen der DTM – und die Anlage könnte auch von den Autofirmen für Präsentationen und Testzwecke genutzt werden.

«Aber wo soll diese Strecke überhaupt gebaut werden?», fragte gestern im Fahrerlager von Montreal BMW-Sauber-Teammanager Beat Zehnder. «Der Plan von einem Grand Prix ist einfach unrealistisch. Es müssten, nach den neuen Bestimmungen, zu viele Anforderungen erfüllt werden. Das kostet Geld, viel Geld. Das können sich jetzt Länder wie Abu Dhabi und Südkorea leisten, weil dort auch die Infrastruktur und die staatliche Hilfe vorhanden sind. Ein naher Flughafen, viele Hotels – und schon bei der Bewilligung für Tausende von Parkplätzen würde in der Schweiz die erste Protestwelle anrollen.»

Als bei den früheren Diskussionen um die Aufhebung des Verbotes bereits Standpunkte wie Interlaken und Dübendorf als mögliche GP-Orte auftauchten, war die Luft schon draussen. Gelächter war angesagt. Genau wie jetzt. Oder hat nicht gerade kürzlich ein allmächtiger TV-General die Formel-1-Rennen ab 2008 aus unserem TV-Programm gestrichen? Was die Fernseh-Chefin und die Sportredaktion übrigens gar nicht gut fanden!

Also vergessen Sie einen GP der Schweiz – und freuen Sie sich auf Sonntag, wenn ab 19 Uhr der GP Kanada auch bei uns noch live übertragen wird! Ein Rennen, das auf dem Inselkurs bei Montreal jedes Jahr für Spektakel sorgte. Und der siebenfache Sieger Michael Schumacher ist ja nicht mehr dabei…

Publiziert am 05.06.2007 | Aktualisiert am 20.01.2012
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