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Im Königlichen Park wird der bis jetzt gescheiterte Comeback-Star Schumi von den Ferrari-Fans bestimmt nicht mehr als König empfangen. Der Deutsche kommt im Mercedes eher als «Verräter» nach Monza.
Ferrari-Fans sehen Schumi als Verräter
Viele Tifosi haben dem siebenfachen Weltmeister noch nicht verziehen, dass er nach 14 Ferrari-Jahren die Roten verlassen hat. Auch wenn Schumi weiter sagt: «Im Herzen bin ich immer noch bei Ferrari!»
Triumphe und Tragödien in Monza
Monza – das ist die Stätte der grossen Triumphe und Tragödien. So verloren hier mit Alberto Ascari und Jochen Rindt zwei Weltmeister ihr Leben. Auch Graf Berge von Trips und Ronnie Peterson gehörten zu den weltbekannten Opfern.
Für Schumi ist Monza der Ort, wo er fünfmal im Ferrari siegte, seinen Emotionen und Tränen freien Lauf liess.
«Der fahrende Computer als herzzerreissende Heulsuse»
Der von vielen als fahrender Computer abgestempelte Deutsche für einmal als herzzerreissende Heulsuse. Oder Geschichten, die eben nur der Sport schreibt:
8. September 1996: Schumi hat beim GP von Italien sein drittes Rennen für Ferrari gewonnen. Bei der Medienkonferenz sagt er plötzlich mit stockender Stimme: «Jetzt habe ich noch eine private Mitteilung zu machen: Meine Frau Corinna ist schwanger.»
2000: Tränen bei Schumi (siehe Video)
Am 20. Februar 1997 kommt Tochter Gina-Maria zur Welt.
10. September 2000: Wieder gewinnt Schumi in Monza, ist auf dem Weg zum ersten roten Titel. Bei der Pressekonferenz wird Michael flankiert von Häkkinen (2.) und Bruder Ralf (3.).
Schumi ringt um Worte, als ihn der Moderator daran erinnert, dass er mit seinem 41. GP-Sieg zu Ayrton Senna aufgeschlossen hat. Jetzt ist der Wahlschweizer mit seinen emotionalen Kräften total am Ende, bricht zusammen und heult einfach drauflos.
Häkkinen erschrickt, versucht zu trösten, Ralf legt den Arm um Michael. Beide wissen selbst nicht mehr, was sie sagen sollen.
2006: schon wieder Tränen
10. September 2006: Erneut heisst der Sieger Michael Schumacher, erneut sind Tränen im Spiel. Der erfolgreichste GP-Pilot aller Zeiten gibt seinen Rücktritt auf Ende Saison bekannt, liest die Meldung von einem Zettel ab. Der Abgang ist nicht ganz freiwillig. Ferrari hat längst Kimi Räikkönen als Nachfolger vor die Tore von Maranello geholt.
Und wäre Schumi weitergefahren, hätte man seinen Freund Felipe Massa rausschmeissen müssen!