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Start: Pole-Mann Vettel kann sich gegen den KERS-Angriff von Hamilton (McLaren-Mercedes) erfolgreich wehren. Trulli behält Position 3, Heidfeld bleibt Vierter. Schlechter Start von Buemi, der von 13 auf 18 zurückfällt.
Bereits an die Boxen ist Schlusslicht Webber (Red Bull-Renault) gefahren, um die Reifen zu wechseln. Die 125 000 Fans geniessen zwar den Sonnenschein, aber es sollte möglichst schnell zu heissen Aktionen kommen...
Runde 5: Vettel führt 2,4 Sekunden vor Hamilton und 4,1 vor Trulli. Dann Heidfeld, Räikkönen, Barrichello, Rosberg, Kovalainen, Sutil, Button, Kubica – Buemi, der beim Start mit dem Toro Rosso-Ferrari kurz stehengeblieben war (!), hat Grosjean im Renault überholt und ist jetzt 17.
Runde 10: Vettel fliegt weiter seinem 4. GP-Sieg entgegen – vor einer Woche holte der Deutsche mit Wohnorten im Kanton Zug und Thurgau mit Platz in Singapur den 100. WM-Punkt. Das ist vor ihm bereits 64 Fahrern seit 1950 gelungen. Hamilton, der jetzt über 5 Sekunden hinter Vettel liegt, fährt übrigens heute seinen 50. Grossen Preis (11 Siege). Der momentane WM-Stand: 1. Button 84. 2. Barrichello 72. 3. Vettel 69. Aber der britische Leader sollte endlich etwas aufwachen...
Runde 12: Traurige Nachrichten für die Schweizer Formel-1-Fans : Buemi musste als erster Fahrer den GP aufgeben, rollte langsam an die Boxen und lenkte sofort in die Garagen ein. Wir werden Sie so schnell wie möglich informieren. Hatte das Auto noch einen Nachfolgeschaden vom Crash-Samstag?
Runde 14: Beim Kampf um Platz 8 kommt es zwischen dem wohl unverbesserlichen Sutil und Kovalainen zur Feindberührung. Der Deutsche aus Oensingen SO dreht sich, Kovalainen muss ausweichen – und schon ist Button vorbei auf Position 8. Ein WM-Punkt, der plötzlich Gold wert sein könnte. Achtung, die ersten normalen Tank- und Reifenstopp stehen an...
Runde 17: Nach Hamilton ist der auf Platz 12 zurückgefallene Sutil der zweite Mann an der Tankstelle – und schon ist auch der neue Rennzweite Trulli an den Boxen. Jetzt liegt Nick Heidfeld im BMW-Sauber an 2. Stelle. Wenn der Mann aus Stäfa ZH viel Glück hat, könnte es dem in 166 Rennen weiter sieglosen Deutschen aufs Podest reichen. Jubelstürme wird das beim alten Team aber kaum mehr auslösen...
Runde 18: Jetzt ist Leader Vettel an den Boxen, verliert aber viel Zeit (12,4 Sekunden). Auch Heidfeld (2.), Räikkönen (3.) und Barrichello (4.) machen den ersten ihrer zwei geplanten Stopps. So bleibt vorne alles bei der alten Reihenfolge.
Runde 20: Noch 33 Mal um den 5,8 km langen Kurs. Zum Glück scheint die Sonne, sonst fehlt diesem Rennen bis jetzt jede Wärme... Und soeben erfahren wir den Ausfallgrund von Buemi: Kupplungsschaden. «Seit 3 Rennen beschwere ich mich, dass etwas mit der Kupplung nicht stimmt. Jetzt wäre ich beim Start fast nicht mehr losgekommen. So macht es keinen Spass.» Schade, wenn das Riesentalent mit solchen Probleme auf dem Weg nach oben gestoppt wird.
Runde 22: Leader Vettel führt im Red Bull 1,2 Sekunden vor Rosberg, der jetzt gerade zum Tanken reikommt, also kein Trick mit nur einem Stopp. Der Finne wird wohl bald als neuer Brawn-Mercedes-Pilot 2010 gemeldet – Barrichello wechselt dafür von diesem Team zu Williams...
Runde 25: Von den punkteverdächtigen Fahrern haben nur noch Kubica (5.) im BMW-Sauber und Alonso (12.) im Renault nicht getankt – beide sind auf einer Ein-Stopp-Strategie, die heute vielleicht nichts einbringt. Kubica wird übrigens morgen von Renault als neuer Teamleader 2010 verkündet – Alonso haut ja, wie BLICK-Leser schon lange wissen, zu Ferrari ab.
Runde 31: Ferrari-Neuling Alonso hat im Renault als letzter Fahrer getankt und fällt vorerst auf Position 14 zurück. Kubica (9.) musste von seiner Einstopp-Strategie zurücktreten und kommt so heute kaum zu Punkten. Aber irgendwie ist dies dem Polen egal geworden. Er braucht dringend Luftveränderung. Für Heidfeld liegt weiter das Podest in Sichtweite – aber nur wenn beim klaren Führungstrio Vettel, Hamilton und Trulli noch etwas passiert. Heidfeld wird übrigens seit einigen Runden hart von Räikkönen im Ferrari attackiert.
Runde 37: Die zweiten Stopps beginnen. Zum Glück ist dieser Strategie-Schwachsinn 2010 verboten – keine Benzinhalts mehr. Endlich etwas Freundliches für die Fans, die dann auch wieder die Übersicht behalten können.
Runde 40: Vettel weiter ungefährdet im Red Bull-Renault. Trotzdem hat dieses Team (mit Suzuka-Schlusslicht Webber) heute die Marken-WM endgültig an Brawn-Mercedes verloren. Endlich etwas Aufregung an der Spitze: Beim zweiten Stopp kann Trulli (Toyota) Hamilton (McLaren-Mercedes) überholen und ist jetzt Zweiter. Die japanischen Fans jubeln, auch wenn diese Streckenanlage und der dazugehörige Vergnügungspark mit einem Riesenrad Honda gehört...
Runde 41: Auch Vettel hat für den Endspurt getankt, bleibt weiter vor Trulli und Hamilton (der langsamer wird) an der Spitze. Im Kampf um Position 4 dürfte es zum Duell Räikkönen gegen Heidfeld kommen. Bald sieht man noch klarer und wir hoffen aus dem sommerlichen Suzuka, dass Sie weiter am Live-Lenkrad von blick-online bleiben...
Runde 45: Noch acht Runden. Um Platz 7 kämpfen die Teamkollegen Barrichello und Button fast schon Rad an Rad. Da kommt plötzlich leben in die Bude. Der Buemi-Teamkollege Jaim Alguersuari 819) verlor in der 300 km/h schnellen R-130-Kurve den Toro Rosso aus der Kontrolle und fliegt von der Strecke, reisst Werbeplakate nieder und knallt in die Reifenmauer. Unheimlich, was diese Autos heute aushalten, denn der Spanier steigt relativ schnell aus dem Wrack, winkt, ist unverletzt. Natürlich ist da längst der Safety Car raus, sammelt das Feld auf. Noch sieben Runden – wann wird das Rennen wieder freigegeben. Der Stand: Vettel vor Trulli, Hamilton, Räikkönen, Rosberg, heidfeld, Barrichello, Button. Ausserhalb der Punkte: Kubica, Alonso, Kovalainen, Fisichella, Sutil, Nkajiam, Liuzzi und die bereits überrundeten Grosjean und Webber.
Runde 47: Weiter Safety-Car-Phase. Aber beim Neustart könnte es zu ganz heissen Duellen kommen und selbst Vettels Führung ist in Gefahr. Also aufpassen, wach bleiben...
Runde 48: Alguersuari wird zur Untersuchung ins Streckenspital gebracht, obwohl er allein von der Unfallstelle weglaufen konnte. An den Boxen zittern viele Teamchefs um den Neustart. Erlebt der GP von Japan auf den letzten gut 25 Kilometern nochmals eine sensationelle Wende, die sogar die WM betreffen könnte? Also dranbleiben...
Runde 49: Neustart. Vettel kommt wieder super weg, hinter ihm hat er den überrundeten Grosjean, der Trulli, Hamilton, Räikkönen und Rosberg nicht aufhalten darf – hoffentlich weiss das der Franzose...
Runde 50: Vettel vor Trulli, Hamilton, Räikkönen, Rosberg, Heidfeld, Barrichello und Button. Damit hätten wir folgenden WM-Stand: 1. Button 85. 2. Barrichello 71. 3. Vettel 69. Und noch zwei Rennen in Brasilien (18. Oktober) und Abu Dhabi 81. November).
Runde 53: Das Ziel. Es hat sich nichts mehr verändert. Vettel siegt vor Trulli und Hamilton. Heidfeld holt als Sechster für BMW-Sauber drei Punkte, die aber das Team nicht vom 8. WM-Platz der Schande wegbringen wird. Der mit einem neuen Aero-Paket als Wunderauto gepriesene F109 ist zwar kein Flop, aber auch nicht mehr. Das war also aus Suzuka, legen Sie sich wieder hin und träumen davon, dass Sie ein packendes Rennen gesehen haben. In zwei Wochen in Brasilien wird es auf dem Holperkurs wohl spannender – und die WM vielleicht schon entschieden. Sayonara!!!
BLICK-Formel-1-Experte Roger Benoit.