Der F1-Weltmeister hat genug! Rosbergs Rücktrittserklärung im Wortlaut

Riesenknaller in der Formel 1: Nico Rosberg (31) tritt völlig überraschend zurück! Mit diesen Worten erklärt der Deutsche seinen Entscheid.

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Formel 1

Nico Rosberg tritt als F1-Weltmeister zurück – der richtige Entscheid?

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 «Seit 25 Jahren im Rennsport war es immer mein Traum, mein einziges, grosses Ziel, Formel-1-Weltmeister zu werden. Ich musste viel dafür opfern, aber trotz all dieser harten Arbeit, dieser Schmerzen, und dem ganzen Verzicht war dies immer mein Ziel geblieben. Und jetzt ist es soweit, ich habe den Berg erklommen, ich bin an der Spitze angekommen, und es fühlt sich richtig an. Ich fühle eine tiefe Dankbarkeit für alle, die mich auf dem Weg zu diesem Titel unterstützt haben und es somit möglich gemacht haben.

Ich kann euch sagen, diese Saison war verdammt hart. Nach den grossen Enttäuschungen der letzten zwei Jahre habe ich wie verrückt alles gegeben, habe jeden Stein umgedreht und nichts unversucht gelassen; diese Enttäuschungen waren der Antriebe auf ein neues Level. Ein Level, was ich bisher noch nicht erreicht hatte. Und natürlich hatte dies auch einen Einfluss auf meine Familie, die ich sehr liebe - es war ein riesiger Aufwand für uns.

Wir haben auf viele Dinge verzichtet für das eine grosse Ziel, alles wurde ihm untergeordnet. Ich kann meiner Frau Vivian nicht genug dafür danken. Sie war unglaublich. Sie hat verstanden, dass dieses Jahr unsere grosse Chance war, endlich zuzuschlagen. Sie hat mir darum alles wegorganisiert, und hat mir zwischen den Rennen möglichst viel Raum zur Erholung gegeben. Sie hat z.B. all die Nächte mit unserer kleinen Tochter übernommen. Überall stand die Weltmeisterschaft an erster Stelle in meinem Leben.

Als ich in Suzuka das Rennen gewann, war der Titel von da ab in meinen Händen. Der Druck war gestiegen und ich habe begonnen, darüber nachzudenken, den Rennsport als Weltmeister aufzugeben. Am Sonntagmorgen in Abu Dhabi, da wusste ich, dies hier könnte dein letztes Rennen sein. Und es fühlte sich alles plötzlich so klar und richtig an vor dem Start. Ich wollte jede Sekunde geniessen vor dem Hintergrund, dass dieses Rennen mein letztes sein könnte ... und dann sind die Lichter der Start-Ampel ausgegangen und es wurde das intensivste Rennen meiner Karriere. Am Montagabend habe ich mich dann endgültig zu diesem Schritt entschieden. Nachdem ich den Tag über erneut abgewägt hatte, waren die ersten Menschen, denen ich meine Entscheidung mitgeteilt hatte Vivian und Georg (Nolte, von Nicos Management-Team), danach dann Toto (Wolff, Mercedes-Motorsportchef).

Das einzige, das diese Entscheidung sehr schwierig macht, ist, dass ich meine Racing-Familie jetzt in eine schwierige Position bringe. Aber Toto hat mich verstanden. Er hat sofort erkannt, dass ich total überzeugt bin von meiner Entscheidung und hat dies auch anerkannt. Ich werde auf alle Zeit sehr stolz sein, dass ich es geschafft habe, die Weltmeisterschaft im Silberpfeil mit diesem unglaublich tollen Team gewonnen zu haben.

Jetzt bin ich im Hier und Jetzt, werde den Moment noch voll geniessen. Ich spüre eine grosse Erleichterung. In den nächsten Wochen werde ich bestimmt noch mehr verstehen, was und wie dieses Jahr alles passiert ist. Danach werde ich das nächste Kapitel in meinem Leben aufschlagen. Ich bin gespannt, was es bereit hält für mich ...»

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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3 Kommentare
  • John  Freedom 02.12.2016
    Guter Typ. Ich würde das gleiche tun. Er hat Frau und Kind, dazu noch sehr sehr sehr viel Geld. Karriere beenden, Leben mit der Familie geniessen. Wünsch Ihm alles gute.
  • Peter  Stahl aus Baden
    02.12.2016
    Ein symphatischer, vielleicht fast zu guter Typ für die F1.
    Als Weltmeister hätte er nun mehr Selbstvertrauen haben müssen im nächsten Jahr und wäre leichter durch die neue Saison kommen müssen.
    Verstehen kann man Ihn sehr gut, doch auch sehr schade, hätte wohl noch sehr stark werden können. Doch wer weis schon die genauen Gründe. Schade für die F1, Ein Symphatieträger fehlt als Gegenpol der Möchtegernmachos.
  • Afrim  Brama aus Oerlikon
    02.12.2016
    Und somit hat Hamilton wieder gewonnen.