Ein Fahrersitz des neuen Sauber-Teams ist mit dem Japaner Kamui Kobayashi besetzt (siehe Text unten). Doch wer wird sein Teamkollege? Offenbar sind nur noch zwei Piloten im Rennen: Ferrari-Testfahrer Giancarlo Fisichella (36) und der Spanier Pedro de la Rosa (38).
«Fisico» bestritt die Saisons 2008 und 2009 als Fahrer von Force India, wechselte aber für die letzten fünf GPs der vergangenen Saison zu Ferrari, weil sich Testfahrer Luca Badoer (der Massa-Ersatz) als Pausenclown herausstellte. Doch auch der italienische Routinier holte keine WM-Punkte.
Pedro de la Rosa (in Barcelona geboren) ist seit sechs Jahren als Testfahrer bei McLaren unter Vertrag. Praktisch: Zur allfälligen Vertragsunterzeichnung könnte er mit dem Bus fahren. De la Rosa wohnt mit seiner Familie am Zürichberg.
Einer der Beiden wird also das Cockpit neben Kobayashi besetzen. Blick.ch meint: Grosse Vorteile für den Spanier. (R.B./keu)
Kobayashi als erster Fahrer bekannt
Kamui Kobayashi fährt 2010 in der Formel 1 für das BMW-Sauber-Team. Der 23-jährige Japaner machte zuletzt mit zwei beherzten Einsätzen als Ersatzmann bei Toyota auf sich aufmerksam.
Sowohl in Interlagos, wo er als Neunter knapp die Punkteränge vepasste, als auch beim Saisonfinale in Abu Dhabi fiel Kobayashi durch Zweikampfstärke auf. In den Emiraten fuhr er von Startposition 12 bis auf Rang 6 und holte drei Punkte.
Einmal mehr vertraut Sauber damit einem jungen, relativ unerfahrenen Fahrer mit viel Potenzial.
Kamui Kobayashi wurde am 13. September 1986 in der japanischen Großstadt Amagasaki geboren. Als Neunjähriger begann er mit dem Kartsport. Über die Nachwuchsförderung von Toyota gelangte er für die Jahre 2004 und 2005 in die Formel Renault.
Weiter ging es in die Formel 3 Euroserie: Mit einem Sieg in Magny-Cours und weiteren Podestplätzen reichte es am Jahresende für Platz vier in der Gesamtwertung 2007 – und zu einer Beförderung. Bereits Ende 2007 berief ihn Toyota zum Formel-1-Ersatzmann ab 2008.
Parallel bestritt Kobayashi 2008 und 2009 die GP2-Serien in Asien und Europa. In der europäischen GP2-Serie gelang ihm früh ein erster Sieg. Im Winter 2008/2009 gewann er überlegen den Titel in der GP2 Asia.
«Ich bin sehr glücklich, dass ich mir mit meinen Leistungen in den beiden Rennen 2009 einen Cockpit-Platz ergattern konnte», sagte der 23-jährige Japaner am Donnerstag.
«Ich werde mein bestes für Peter Saubers Team geben. Und ich bin auch sehr stolz, dass die japanische Flagge in der Formel 1 weiterweht.» (Si/AP/wst)
Testfahrten wieder erlaubt
Neue Formel-1-Piloten dürfen vor der kommenden Saison wieder Tesfahrten absolvieren. Diese Regeländerung teilte die Fia mit. Die Ausnahme gilt aber nur für Fahrer, die in den vergangenen zwei Jahren keine Rennen in der Formel 1 absolviert haben.