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Als sich Sifferts BRM kurz darauf mit dem March von Peterson berührte, blieben beide Autos auf der Strecke...
Lag bei dieser harmlosen Karambolage vielleicht die Ursache für Seppis Unfall in der 15. Runde?
Der Fribourger lag bereits wieder an 4. Stelle hinter Gethin, Stewart und Fittipaldi, als der BRM auf der langen Geraden vor der Hawthorn-Rechtskurve bei Tempo 280 plötzlich nach links wegbrach.
Das weisse Auto zerschellte an einem Erdwall, überschlug sich und fing sofort Feuer.
Dass der erste Feuerlöscher nicht funktionierte, hätte an den Folgen kaum etwas geändert: Seppi erstickte in seinem Auto.
Jo Siffert (35) ist nicht verbrannt, wie noch heute oft behauptet wird!
Seppis Ex-Teamchef und väterlicher Freund Rob Walker jagte jahrelang der Wahrheit über den Unfall nach.
Und 1993, mit 76 Jahren, sagte mir der Brite: «Ich musste einfach wissen, was damals passiert war. BRM hat ja immer zum Unfall geschwiegen und liess damit Gerüchte zu, wonach Seppi einen Fahrfehler gemacht hätte.»
Und viele Jahre nach dem Drama spielte der Zufall Mister Walker (der am 29. April 2002 starb) das Geheimnis zu. «Auf der Fähre zu einem Rennen in Schweden entdeckte ich an der Bar einen früheren BRM-Mechaniker. Ich füllte ihn mit einigen Drinks ab – und fragte ihn plötzlich, was eigentlich damals mit Siffert passiert sei. Der Mechaniker gestand mir, dass ein Verbindungsstück zu einem Querlenker gebrochen war, so dass Siffert von einer Sekunde auf die andere ohne Lenkung war! Später hat mir dann BRM diese Story endlich bestätigt.»
Schon am Abend nach dem Todessturz hatte Jackie Stewart auf BBC gesagt: «An dieser Stelle macht niemand einen Fahrfehler, weil der früheste Bremspunkt für die nächste Kurve mindestens noch 100 Meter vom Unfallort weg war!»
Das Kehraus-Rennen wurde am 24. Oktober 1971 abgebrochen. Ich weinte an den Boxen, als mir der Brite John Surtees den Tod von Seppi mitteilte.
Kurz darauf meldete sich im Pressesaal das damalige Radio Beromünster und einer fragte, ob ich für 80 Franken einen Bericht machen könnte…