Sébastien Buemi exklusiv «Das Auto läuft wie eine Rakete»

  • Publiziert: 16.10.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Sébastien Buemi

Toro-Rosso-Fahrer Sébastien Buemi freut sich auf das Rennen in Brasilien. Sorgen bereitet ihm nur der Nacken.

Da bin ich also wieder auf der Piste in Interlagos bei São Paulo. Vor einem Jahr fuhr ich hier beim dramatischen WM-Finale noch das Medical Car der FIA.

Am Freitag geht es im F1-Auto richtig zur Sache. Nach meinem Spaziergang um den 4,3 km langen Kurs kann ich die erste schnelle Runde kaum erwarten. Denn in Suzuka haben wir gesehen, dass unser Toro Rosso-Ferrari wie eine Rakete läuft. Auf nasser oder trockener Piste.

Deshalb ist mir das seit Tagen launische Wetter egal. Sorgen muss ich mir vielleicht um die Nackenmuskulatur machen, da wir wie in Istanbul und Singapur wieder in der «falschen» Richtung unterwegs sind.

Auf allen andern Strecken, die sich nach dem Uhrzeiger richten, werden die rechten Nackenmuskeln gestärkt, fast zu Eisen. Jetzt wird die linke Hälfte auf eine harte Probe gestellt, da dieser Kurs nicht nur schnelle Kurven hat, sondern trotz eines neues Asphaltes 2007 immer noch sehr uneben ist.

Im Simulator von Red Bull in Milton Keynes bekam ich schon mal einen Vorgeschmack auf diesen Schüttelbecher. Ich kann meinen Fans garantieren, dass ich wie vor zwei Wochen in Suzuka alles gebe. Zwölf Rennen ohne WM-Punkte – das ist genug.

Und ich will mit einem guten Resultat nicht auf das Finale in Abu Dhabi warten. Was 2010 mit mir geschieht, steht noch in den Sternen. Aber ich werde am 14. März in Bahrain am Start stehen.

play Sébastien Buemi in Brasilien. (Keystone)