Buemi feiert mit Platz 6

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Roger Benoit aus Abu Dhabi
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Auf den Tribünen klatschen die Scheichs, bedanken sich für die tolle erste Tag- und Nachtshow – und ihr Applaus gilt auch Sébastien Buemi.

Was der Waadtländer aus Bahrain gestern auf dem 5,5 km langen Super-Kurs im Toro-Rosso-Ferrari bot, war einfach Weltklasse. Am Morgen und am Abend landete das heutige Geburtstagskind auf dem 6. Platz.

Am Morgen hinter Hamilton, Button, Vettel, Barrichello und Heidfeld. In der Abenddämmerung hinter Kovalainen, Hamilton, Button, Vettel und der erneuten Toyota-Sensation Kobayashi. «Ja, dieser Kurs gefällt mir – und der letzte Teil gehört zu den schwierigsten Aufgaben im ganzen Jahr. Auch auf der 1200 Meter langen Geraden musst du voll konzentriert bleiben», sagte Buemi zu BLICK.

Auch sein Entdecker Helmut Marko war begeistert: «Seit drei Rennen liefert Sébastien sehr gute Arbeit ab. Und er hat gezeigt, dass er auf einer für alle neuen Piste sofort vorne mitfahren kann. Am Samstag sollte Buemi in der Qualifikation locker das Top-Ten-Finale schaffen!»

Tagessieger Kovalainen muss gehen

Wie in Brasilien, wo er mit Startposition 6 das bisher beste Ergebnis erreicht hat. Wie brutal die Formel 1 sein kann, zeigte sich an Tagessieger Heikki Kovalainen (28). Dem Finnen wurde von McLaren-Mercedes mitgeteilt, dass er sich 2010 einen andern Arbeitgeber suchen muss.

Die Silberpfeile haben nur noch zwei Fahrer auf ihrer Wunschliste: Kimi Räikkönen und Weltmeister Jenson Button, der aber bei Brawn-Mercedes bleiben möchte. Beide Champions feilschen, wie auf einem arabischen Bazar, um den Preis.

Wenn es Nacht wird, gehen 40 Meter über der Strecke, die Flutlichter an, welche eine Märchenwelt auf einer Fläche von 45 olympischen Schwimmhallen erleuchten.

Sauber sucht das Gespräch mit Ecclestone

«Es ist rutschig wie auf Glatteis», wetterte Red-Bull-Vettel. «Es ist dunkler als in Singapur», klagte Heidfeld, der beim Training zum letzten Rennen von BMW-Sauber auch mit der Abstimmung nicht zufrieden war. Nur Platz 13. Noch schlimmer erging es dem zu Renault wechselnden Polen Robert Kubica – Schlusslicht nach BMW-Motorschaden.

Boxen-Gast Peter Sauber wollte sich zum Training nicht äussern. Er versucht heute mit GP-Boss Ecclestone über die Zukunft zu sprechen. Die Zeit drängt. Sonst gehen in Hinwil doch noch die Lichter aus.

Sébastien Buemi feiert heute seinen 21. Geburtstag.- Keystone

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