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Das «Tribunal de Grand Instance» in Paris erklärt die Strafe gegen den Italiener, die der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA wegen Briatores Beteiligung an der so genannten «Crashgate-Affäre» ausgesprochen hat, für unzulässig.
Der Grund: Die Beweislage sei dünn, weil sie auf einem anonymen Zeugen beruhe, der von der Verteidigung nicht befragt werden könne. Die FIA kündigt an, dass sie gegen dieses Urteil wohl in Berufung gehen wird.
«Das Gericht hat entschieden, dass die Strafe illegal war», erklärt der zuständige Richter und spricht Briatore 15 000 Euro Entschädigung zu. Der Italiener hat neben der Aufhebung der Sperre auch Schadensersatz gefordert, seine Vorstellungen lagen allerdings bei einer Million Euro.
Der 59-Jährige hat angeführt, dass er sich bei der FIA- Verhandlung nicht ordentlich habe verteidigen können. Die FIA weist diese Behauptung zurück und erklärt, die Entscheidung, Briatore lebenslang zu sperren, sei von einer «überwältigenden Mehrheit der anwesenden Mitglieder» gefällt worden.
Briatore wird am 21. September für «unbegrenzte Zeit» aus der Formel 1 verbannt. Gemeinsam mit dem damaligen Renault-Technikchef Pat Symonds, der für fünf Jahre ausgeschlossen wird, hat er den damaligen Fahrer Nelson Piquet junior 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet, um dem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.
Der FIA-Weltrat bezeichnete diesen fingierten Crash als Regelverstoss von «beispielloser Schwere». (Si/wst)