Briatore lebenslänglich gesperrt!

PARIS – Im Formel-1-Skandal um den absichtlichen Crash von Nelson Piquet zeigt sich der Weltverband FIA mit Renault gnädig. Nur Flavio Briatore wird lebenslang gesperrt.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
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Der französische Rennstall wird auf Bewährung für zwei Jahre von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen. Flavio Briatore, der ehemalige Renault-Teamchef, trifft es wesentlich härter. Der Italiener wird lebenslang aus der Formel 1 ausgeschlossen. Briatore darf auch nicht mehr als Manager für Formel-1-Fahrer tätig sein.

Renault muss sich vor dem Motorsport-Weltrat für den inszenierten Crash seines damaligen Piloten Nelson Piquet Jr. verantworten, der dadurch seinem Teamgefährten Fernando Alonso Ende September 2008 den Sieg im Nacht-GP in Singapur ermöglicht hatte.

Für Briatore gibts «lebenslänglich», Alonso kommt ganz davon

Flavio Briatore sowie Chefingenieur Pat Symonds hatten bereits vor der Anhörung gehen müssen, weil sie den Unfall angeordnet haben sollen. Das Duo muss deshalb auch nicht mehr vor dem Weltverband antraben. Die Rücktritte von Briatore und Symonds wurden allgemein als Schuldeingeständnis gewertet und Renault erreicht dadurch, die Richter milde zu stimmen.

Alonso geht erwartungsgemäss straffrei aus, da ihm ein mögliches Mitwirken am Unfall-Skandal nicht nachzuweisen ist. (Si/mpe)

Alain Prost als Nachfolger von Briatore?

Der vierfache Formel-1-Weltmeister Alain Prost will erst nach der Entscheidung im Fall Pique Jr./Renault darüber nachdenken, die Nachfolge von Flavio Briatore als Renault-Teamchef anzutreten. Derzeit sei die gesamte Situation noch zu unsicher, erklärt er der französischen Zeitung «Sud-Ouest».

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