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Eine Stunde nach dem China-Rennen. Wir rauchen eine Zigarre, trinken einen Kaffee. Es ist – für einmal – eine fast schweigende Runde…
Die Lage ist für die Hinwiler ungemütlich geworden. Wer bei acht startenden Autos nur eines ins Ziel bringt (12. De la Rosa in Melbourne), der hat die Kritiker am Hals und den Spott im Haus.
Teamchef Peter Sauber (66) weiss selbst, dass sein C29 nicht konkurrenzfähig ist, dass Durchhalteparolen jetzt nichts bringen, genauso wenig wie Schönrederei.
Sauber will es offiziell noch nicht sagen: Aber dieses faule Auto-Ei hat ihm BMW beim Kauf des Teams mitgegeben! Da kann auch ein neuer Technischer Direktor (James Key) keine Wunder vollbringen.
Am Sonntag durfte Sauber dieses Jahr erstmals von Pech reden: Kobayashi wurde ein Start-Opfer von Liuzzi – und ein Ferrari-Motorplatzer brachte das Team um die Früchte des richtigen Reifenpokers.
Denn nur Button, Rosberg, Kubica, Petrov und De la Rosa behielten im Wetterchaos zu Beginn die Nerven, blieben auf den weichen Reifen, während das ganze Feld in Panik geriet und auf Intermediates wechselte.
Der spanische Sauber-Pilot fuhr problemlos auf Platz vier herum, als ihn bereits in der achten Runde der Motor stoppte. «Ich bin einfach ausgerollt», sagte De la Rosa. Und Sauber: «Da machen wir für einmal alles richtig – und dann stoppt uns wieder der Motor.»
Rennsport ist eben oft auch ein Leidensprozess! Oder wie titelte SonntagsBlick die Technik-Kolumne: Der böse Rauch aus Maranello!
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Diskutieren im strömenden Regen über die Zukunft: Teamchef Peter Sauber, Sauber-Verwaltungsrat Claudio Cisullo und BLICK-Reporter Roger Benoit (v. r.). (Antti Puskala)