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Der Crash von BMW hat sich abgezeichnet. Bis morgen hätten alle Parteien das neue Concorde Agreement, also das neue Formel-1-Gesetz bis 2012, mit der FIA und der FOM unterzeichnen sollen. BMW und Toyota warteten als letzte Teams mit der Unterschrift…
Seit gestern weiss man warum. Der unbarmherzige BMW -Vorstand in München, dem die Euros näher liegen als WM-Punkte, hat seinen treuen Vorzeigechef und Bürokraten Mario Theissen für 2010 aus der Boxengasse zurückgepfiffen.
Der Mann mit dem Doktortitel darf – nach drei guten Jahren – noch in sieben Rennen beweisen, dass seine Angestellten besser sind, als es die bisherigen Saisonresultate zeigen.
Die wahren Gründe für den Rückzug tauchten gestern in keiner Mitteilung auf. Deshalb müssen diese genannt werden: die Finanzkrise, der lange Krach mit FIA-Boss Max Mosley, die totale Erfolglosigkeit mit nur acht Punkten aus zehn Rennen – und der Millionen-Flop mit KERS.
Vor allem mit dem Hybridantrieb wollte BMW die Formel 1 revolutionieren, scheiterte kläglich, gab das Projekt auf und musste vor vier Tagen ausgerechnet seinem Hauptgegner Mercedes zum ersten KERS-Sieg gratulieren.
Den 420 Mitarbeitern in Hinwil bringen jetzt die gefärbten BMWWorte von einem schwer gefallenen Entscheid und einer neuen Strategieausrichtung wenig. Diese Menschen haben nur noch eine Hoffnung: Peter Sauber.
Und FIA-Präsident Mosley, man muss es zugeben, hat also Recht behalten, als er schon vor Jahren warnte: «Ich vertraue den Herstellern nicht. Die kommen und gehen, wann sie wollen. Deshalb müssen so schnell wie möglich neue Teams in die Formel 1.» Drei sollen 2010 einsteigen.
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BLICK-Formel-1-Experte Roger Benoit.