
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
BMW zieht den Stecker! Die Münchner Autobauer kehren der Königsklasse den Rücken. Die BMW-Bosse haben den Rückzug aus der Formel 1 definitiv vermeldet. Der Entschluss sei am Dienstag gefasst worden.
Der Zeitpunkt für den Rückzug überrascht wenig. Bis Ende Juli hätte BMW-Sauber das sogenannte «Concorde Agreement» unterzeichnen sollen. Nach einem monatelangem Hickhack um die zukünftige Ausrichtung der Formel 1 geben die BMW-Bosse nun auf.
Rohrkrepierer KERS
Hauptgrund für den Rückzug dürften aber die miesen Resultate in dieser Saison sein. In zehn Rennen hat das Fahrerduo Heidfeld/Kubica nur gerade acht magere Pünktchen gesammelt.
Auch in der Entwicklung des Fahrzeugs musste BMW empfindliche Niederlagen einstecken. Das gepriesene Energie-Rückgewinnungssystem KERS erwies sich als Rohrkrepierer und soll BMW zwischen 50 und 100 Millionen Franken gekostet haben.
Ebbe auf dem Punktekonto
Weil KERS nicht den erwünschten Effekt einbrachte, liess man das System zuletzt fallen. Bitter: In Ungarn gewann Lewis Hamilton vor Kimi Räikkönen. Beide Piloten waren mit KERS unterwegs.
Nach einer überzeugenden Saison 2008 (mit dem ersten Sieg in Montreal, wo Kubica vor Heidfeld gewann) wollte das Sauber-Nachfolgeteam unbedingt um die WM-Krone mitfahren.
Wird Sauber übernommen?
Was aus den Fahrern Nick Heidfeld und Robert Kubica wird, steht derzeit noch in den Sternen. Es ist aber davon auszugehen, dass beide Piloten gute Chancen auf einen Verbleib in der Formel 1 haben.
Mario Theissen schliesst auch eine Übernahme durch ein anderes Team nach dem Vorbild von Brawn GP (vormals Honda) nicht aus.
Nichtsdestotrotz bahnt sich in der Formel 1 noch mehr Ungemach an. Auch bei Toyota sollen die Gedankenspiele über einen Ausstieg aus der Königsklasse schon weit gediehen sein. Inzwischen wurde jedoch ein Ausstieg dementiert. Renault soll das Formel-1-Engagement ebenfalls überdenken. (sim/R.B.)