Ferrari-Pilot und WM-Leader Alonso startet morgen beim F1-GP in Silverstone von Platz 1 aus. Das Sauber-Team verzockt sich in Q2 mit den Reifen und verpasst die Top Ten.
In Q1 ist die Strecke erst noch leicht feucht, der Regen tröpfelt erst. Obwohl die Zeiten gegen Ende der 20-Minuten-Session etwas schneller werden, erwischt es ausgerechnet Lokalmatador Jenson Button.
Der Engländer hat weiter die Seuche am Fuss und verpasst mit dem McLaren als 18. den Sprung ins Q2 der besten 17. Ansonsten sind es die üblichen Verdächtigen, die hinter her fahren. Die schnellste Zeit stellt Weltmeister Sebastian Vettel auf (1:46,279).
Im zweiten Teil des Qualifyings wird der Regen immer stärker. Es beginnt aus Kübeln zu giessen. Die Fahrer kämpfen verbissen, ihre Boliden auf der nassen Piste zu halten. Ferrari-Alonso und auch McLaren-Hamilton beklagen sich im Boxenfunk über die Verhältnisse.
Im Minuten-Takt rutschen die Stars vom Asphalt. Um 14.31 Uhr trifft es Schumi, um 14.33 dreht sich Alonso und um 14.35 dessen Teamkollege Massa. Dann – um 14.40 Uhr reagiert die Rennleitung – Rote Flagge! Das Training wird 6:19 Minuten vor Ende von Q2 unterbrochen. Bestzeit bis dahin hat Sauber-Pilot Pérez mit 1:59,092 inne.
Nach fast 90 Minuten Pause gehts bei immer noch nasser Piste um 16.07 Uhr wieder weiter. Und das Sauber-Team verzockt sich total. Beide Fahrer werden mit Intermediates rausgeschickt. Praktisch alle anderen nehmen Regenreifen.
Dann muss Kobayashi wieder an die Box, Wechsel auf Regenreifen. Auch Pérez kommt rein. Doch zu spät: Der Mexikaner kann nicht mehr zulegen. Er fällt von Platz 1 auf 17 zurück. Und Kobyashi wird nur 12. Zum vierten Mal 2012 schafft es kein Sauber ins Q3.
Lotus-Pilot Romain Grosjean fliegt vor der letzten Kurve ins Kiesbett und bleibt stecken. Er kann in Q3 nicht mehr starten, fällt auf Platz zehn zurück.
Im 10-Minuten-Kampf um die Pole obsiegt in der Gischt Ferrari-Star Fernando Alonso. 0,05 Sekunden vor Mark Webber im Red Bull. Schumi schafft es als Dritter in die Startaufstellung. Es ist die erste Pole für WM-Leader Alonso seit Singapur 2010.
Profiteur der Valencia-Strafen ist Sauber-Pérez. Weil Kobayashi (minus 5, neu Platz 17) und Vergne (minus 10, neu 24.) zurückversetzt werden, rückt er von 17 auf 15 nach vorne. Auch Nico Hülkenberg (Force India) büsst in der Startaufstellung für Silverstone fünf Plätze ein und startet von der 14 aus.
Auch in der GP2-Serie vergeigt ein Schweizer das Rennen. Pole-Fahrer Fabio Leimer führt das wegen des Regen auf 40 Minuten verkürzte Rennen mit sieben Sekunden Vorsprung an. Doch sein spanisches Racing-Team lässt den Aargauer zu lang draussen, bis sie den obligaten Boxenstopp machen wollen.
Prompt passiert es: ein Unfall und Safety-Car-Phase – drei Minuten vor Rennende. Das Feld rückt zusammen. Leimer muss an die Box und fällt auf Platz 18 zurück.
Am Ende wird es Rang 15 für Leimer. Jubeln darf dafür Sauber-Ersatzfahrer Esteban Gutierrez. Der Mexikaner gewinnt das GP2-Rennen im Lotus. Verrückt: das Sauber-Team feiert bei der Siegerehrung mit, nachdem es vorher seinen eigenen Piloten im F1-Qualifying mit falschem Reifenpoker gute Startplätze vermasselte.
Qualifikation
1. Teil (20 Minuten)
** **
1. Vettel 1:46,279
2. Hülkenberg
3. Maldonado
4. Pérez
5. Alonso
6. Schumi
7. Kobayashi
8. Grosjean
9. Senna
10. Ricciardo
11. Webber
12. Räikkönen
13. Massa
14. Hamilton
15. Di Resta
16. Vergne
17. Rosberg 1:47,724
-----------------------
18. Button 1:48,044
19. Petrow
20. Kovalainen
21. Glock
22. De la Rosa
23. Karthikeyan
24. Pic 1:54,143
** **
Qualifikation
2. Teil (15 Minuten)
** **
1. Hamilton 1:54,897
2. Hülkenberg
3. Schumi
4. Webber
5. Grosjean
6. Massa
7. Räikkönen
8. Maldonado
9. Alonso
10. Vettel 1:56,931
-------------------
11. Di Resta 1:57,009
12. Kobayashi 1:57,071
13. Rosberg
14. Ricciardo
15. Senna
16. Vergne
17. Pérez 1:57,895
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Qualifikation
Pole-Kampf (10Minuten)
** **
1. Alonso 1:51,746
2. Webber 1:51,793
3. Schumi
4. Vettel
5. Massa
6. Räikkönen
7. Maldonado
8. Hamilton
9. Hülkenberg
10. Grosjean (Unfall)
****
Achtung:
Kobayashi minus 5 Plätze (Valencia-Crash mit Massa)
*
Hülkenberg minus 5 Plätze (Getriebewechsel in England)
*
Vergne minus 10 Plätze
(Valencia-Crash mit Kovalainen)
107%-Zeit (1:53,718)
1. Fernando Alonso (Ferrari)
2. Mark Webber (Red-Bull)
3. Michael Schumacher (Mercedes)
4. Sebastian Vettel (Red-Bull)
5. Felipe Massa (Ferrari)
6. Kimi Räikkönen (Lotus)
7. Pastor Maldonado (Williams)
8. Lewis Hamilton (McLaren)
9. Romain Grosjean (Lotus)
10. Paul di Resta (Force-India)
11. Nico Rosberg (Mercedes)
12. Daniel Ricciardo (Toro-Rosso)
13. Bruno Senna (Williams)
14. Nico Hülkenberg (Force-India)
15. Sergio Pérez (Sauber)
16. Kamui Kobayashi (Sauber)
17. Jenson Button (McLaren)
18. Witali Petrow (Caterham)
19. Heikki Kovalainen (Caterham)
20. Timo Glock (Marussia)
21. Pedro de la Rosa (Hispania)
22. Narain Karthikeyan (Hispania)
23. Jean-Eric Vergne (Toro-Rosso)
ausserhalb der 107-Pozent-Zeit : Charles Pic (Marussia)
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