Bolide bleibt «Rote Hexe» Alonso fährt Show-Bestzeit, Vettel muss Motor wechseln

In Jerez steht heute der letzte Formel-1-Testtag auf dem Programm. Ferrari-Pilot Fernando Alonso fährt Vorstandszeiten und bei Weltmeister Vettel spinnt die Elektronik.

  • Publiziert: 10.02.2012
  • Von Roger Benoit aus Jerez

In Italien erwartet man von den Ferrari-Piloten eine tolle Saison. Der Auftakt in die ersten Testfahrten in Jerez ist aber missglückt. Nach drei mageren Tagen ist das Team unter Druck – Boss Di Montezemolo will Fortschritte sehen.

Deshalb legt Fernando Alonso am Freitag einige «Show»-Runden auf die Piste, oder Vorstandsrunden. Der Bolide hat kaum Sprit im Tank und weiche Reifen drauf. Kein Wunder, dass der Spanier mit 1:18,877 bis am Mittag klar in Führung liegt.

Bisher nicht viel zu sehen hatten die Fans von Weltmeister Sebastian Vettel. Beim Red Bull spinnt nach Angaben seines Teams die Elektronik. So hat sich der Doppelchampion natürlich seinen zweiten Diensttag im neuen Auto nicht vorgestellt. Ausser zwei Installationsrunden zeigt Vettel nichts. Am Mittag wechselt das Team den Renault-Motor aus.

Im Caterham darf Jarno Trulli ans Steuer. Doch wie lange noch? Sobald der Russe Petrow die Millionen bringt, dürfte er Trullis Platz erben. Und Nico Hülkenberg startet im Force India erstmals.

Nicht am Start ist heute übrigens Mercedes. Die Deutschen sparen sich den Testtag auf, wenn das neue Auto wirklich fertig ist. Die nächsten Tests finden ab dem 21. Februar in Barcelona statt.

Sauber-Koba auf Platz 6

Kamui Kobayashi belegte im Sauber-Ferrari den 6. Platz. Der 25-jährige Japaner absolvierte auf dem Circuito de Jerez 76 Runden und verpasste die teaminterne Bestzeit von Sergio Perez um lediglich 64 Tausendstel. Das Team Sauber erlebte erneut keinen reibungslosen Testtag, denn Kobayashi wurde am Nachmittag durch ein Leck am Hydrauliksystem gestoppt. Auf die Bestzeit Alonsos fehlten ihm letztlich 0,957 Sekunden.

Erst nach rund fünf Stunden und einem Wechsel des Renault-Triebwerks, das in der letzten Saison äusserst zuverlässig gewesen war, kehrte Vettel auf die Rennstrecke zurück. Letztlich konnte er noch 50 Runden absolvieren und belegte in der Tageswertung den 3. Platz.

Bis zum Saisonstart am 18. März in Melbourne (Au) haben die Teams noch während acht Tagen Zeit, ihre neuen Autos zu testen. Die nächsten Testfahrten stehen vom 21. bis 24. Februar auf dem Circuit de Catalunya in Montmeló bei Barcelona an. (Si)

Formel-1-Tests in Jerez, 4. Tag

1. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 1:18,877
2. Jean-Eric Vergne (F), Toro Rosso, 1:19,597
3. Sebastian Vettel (D), Red Bull 1:19,606
4. Lewis Hamilton (GB), McLaren, 1:19,640
5. Sebastien Grosjean (F), Lotus, 1:19,729
6. Kamui Kobayashi (J), Sauber, 1:19,834
7. Nico Hülkenberg (D), Force India, 1:19,977
8. Bruno Senna (BRA), Williams, 1:20,132
9. Jarno Trulli (I), Caterham, 1:22,198

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