Wirds jetzt eng für Ecclestone? Achteinhalb Jahre Haft für Gribkowsky

Im Prozess um Schmiergeldzahlungen in der Formel 1 verurteilt das Münchner Landgericht das ehemalige Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, zu achteinhalb Jahren Haft.

  • Publiziert: 27.06.2012
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Gribkowsky legte nach monatelangem Schweigen ein Geständnis ab.

(Keystone)

Gribkowsky habe beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone 44 Millionen Dollar Schmiergeld kassiert und nicht versteuert, urteilte das Gericht. Der ehemalige Spitzenbanker wurde deshalb wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Untreue und Tatmehrheit der Steuerhinterziehung verurteilt.

Gribkowsky hatte im Strafprozess nach monatelangem Schweigen ein Geständnis abgelegt und die Vorwürfe weitgehend als zutreffend bezeichnet. Der Vorsitzende Richter hatte ihm im Falle eines umfassenden Geständnisses einen Strafrahmen zwischen sieben Jahren und zehn Monaten und neun Jahren Freiheitsstrafe in Aussicht gestellt. Auf das Geständnis von Gribkowsky hatte Ecclestone gelassen reagiert. «Ich hatte erwartet, dass er das sagen würde. So bekommt er vielleicht nur sieben anstatt 14 Jahre. Der arme Junge sitzt seit 18 Monaten im Gefängnis, er würde alles sagen, um sich zu retten», sagte der mächtigste Mann des Motorsports englischen Medien.

Ecclestone hatte selbst in dem Prozess im November 2011 als Zeuge ausgesagt und die Zahlung an Gribkowsky bestätigt. Der 81 Jahre alte Brite hatte erklärt, dass er sich von Gribkowsky unter Druck gesetzt gefühlt und eine Anzeige bei den britischen Steuerbehörden befürchtet habe. Diese hätte ihn Milliarden kosten können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen den Formel-1-Boss. Derzeit ist aber noch keine Entscheidung über eine Anklage gefallen.

Für Ecclestone könnte sich das Urteil als folgenschwer erweisen. Der Daimler-Konzern, mit 60 Prozent am Formel-1-Rennstall Mercedes beteiligt, hat bereits eine vollständige Aufklärung der Vorgänge verlangt. Wie es in den Richtlinien der Daimler AG lautet, dulde man «keine unmoralischen oder korrupten Praktiken durch Mitarbeiter oder seitens der Geschäftspartner». Damit wackelt auch das sogenannte Concorde Agreement, das die wirtschaftlichen Interessen der Königsklasse des Automobilsports regelt. (Si)

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Platz Name Land Punkte
1 Sebastian Vettel GER 89
2 Kimi Räikkönen FIN 85
3 Fernando Alonso ESP 72
4 Lewis Hamilton GBR 50
5 Felipe Massa BRA 45
6 Mark Webber AUS 42
7 Romain Grosjean FRA 26
8 Paul Di Resta GBR 26
9 Nico Rosberg GER 22
10 Jenson Button GBR 17
11 Sergio Pérez MEX 12
12 Daniel Ricciardo AUS 7
13 Adrian Sutil GER 6
14 Nico Hülkenberg GER 5
15 Jean Eric Vergne FRA 1
16 Esteban Gutierrez MEX
17 Valtteri Bottas FIN
18 Pastor Maldonado VEN
19 Jules Bianchi FRA
20 Charles Pic FRA
21 Giedo Van Der Garde NED
22 Max Chilton GBR

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