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Prominent: Die Busacca-Seite in der Bild am Sonntag. (zvg)
Die «Bild am Sonntag» widmet unserem Schiri heute bundesweit eine ganze Seite, titelt: «Dieser schlimme Finger entscheidet über Jogis WM-Schicksal.» Das Direktduell Russland – Deutschland vom 10. Oktober entscheidet wohl über die direkte Qualifikation in Gruppe 4. Die Deutschen um Trainer Jogi Löw haben 22 Punkte auf dem Konto, Russland 21. Nur der Gruppenerste ist direkt für die WM 2010 qualifiziert, der Zweitplatzierte muss in die Barrage.
Das Spiel ist voller Zündstoff. Und wird dadurch aufgeheizt, dass in Deutschland niemand verstehen kann, warum man in Moskau auf Kunstrasen spielen muss. Nun nominiert die Fifa Busacca für den Knaller.
Es ist ein klares Zeichen: Der Weltverband steht hinter Massimo Busacca (40) nach dessen Stinkefinger- Affäre. Vor acht Tagen hatte Busacca den YB-Fans beim Cupspiel in Baden den Mittelfinger gezeigt, nachdem er als «Arschloch» beschimpft worden war. Der Schweizer Verband sperrte ihn für drei Spiele. Dann tauchte noch ein Video auf, das Busacca beim Urinieren auf den Platz bei einem Spiel der saudi- arabischen Liga zeigen sollte. Zum Schluss wurde Busacca entlastet.
Nun diese Nominierung! Grosse Erleichterung, dass die Stinkefinger-Affäre international keine Konsequenzen hat. Busacca : «Es ist eine Ehre, Russland gegen Deutschland zu pfeifen. Es ist eines der wichtigsten Spiele in der WM-Qualifikation. Es macht mich stolz.»
Die Deutschen freuen sich auf Busacca . Er pfiff das EM-Halbfinal- Spiel 2008 gegen die Türkei (3:2). Die Russen weniger. Wenn Busacca Spiele von russischen Klubs oder der Nationalmannschaft pfiff, gewann man selten: nur zwei von neun Spielen!