Ex-Nati-Star war kurz vor dem Anschlag in Berlin vor Ort Eggimann: «Ich war nur 200 Meter weg!»

Ex-Nationalspieler Mario Eggimann (35) ist zur Zeit des Anschlags in Berlin: «Ich kaufte 200 Meter vom Weihnachtsmarkt entfernt noch ein Buch.»

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BLICK: Mario, warum sind Sie gerade jetzt in Berlin?
Mario Eggimann: Ich bin geschäftlich in meiner Funktion als Spielerbetreuer zwei Tage da. Ich habe einen besonderen Bezug zu Berlin, weil ich als letzte Station meiner Karriere bei Union spielte. Ich bin am Montag hingeflogen und nahm einen Mietwagen. Am Nachmittag bin ich bei der Gedächtniskirche vorbeigefahren. Ich dachte noch, schon ein wahnsinnig schönes Wahrzeichen, ein toller Weihnachtsmarkt.

Was machten Sie in der Gegend?
Ich war im Kaufhaus des Westens, um mir ein Buch zu kaufen. 200 Meter vom Ort des Anschlags entfernt.

Was denkt man sich danach?
Das Verrückte daran ist, dass man diesen Anschlag in Berlin schon lange erwartet hat. In den Augen der Leute rechnete man schon lange damit, dass es in der deutschen Hauptstadt passiert. Als meine Familie und ich in Berlin wohnten, waren wir darum immer froh, dass wir nicht im Zentrum wohnen. Wir waren uns immer sicher, dass es da passieren wird. Ich war am Abend bei einer befreundeten Familie zum Essen. Auch ein Feuerwehrmann war da.

Musste er nicht zur Rettung eilen?
Er hatte frei. Aber er sagte mir, sie bei der Feuerwehr hätten mit einem noch viel schlimmeren Anschlag gerechnet. Mit Sprengstoff zum Beispiel. Ich bin sicher, dass gerade in Deutschland schon viele Anschläge verhindert worden sind.

Wie war die Stimmung nachts in Berlin?
Ich fuhr mit dem Mietwagen dann ins Hotel. Die eine Strasse am Ku’damm war abgesperrt, aber sonst fühlte sich alles normal an. Berlin ist halt nun mal riesengross. Aber natürlich, es ist ein sehr beängstigendes Gefühl, in dieser Stadt zu sein.

Bleiben Sie noch länger in Berlin?
Nein, ich fliege nach München. Ich hoffe, dass dort alles ruhig bleibt.

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 21.12.2016
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3 Kommentare
  • Michael  Rudolf 21.12.2016
    Jetzt fängt das wieder an mit Leuten, die nicht am Ort waren und dies zu einer anderen Zeit. Wenn jetzt jeder der an diesem Tag im Umkreis von 200 m vom Tatort war sein Zeitungsinterview erhält ...
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    21.12.2016
    Klar doch und ich war nur 2000km weg und die Tochter vom Ex-Freund meiner Cousine, die hat eine Schukollegin, deren Schwiegermutter war vor drei Wochen auch an der Gedächtniskirche vorbeispaziert.
  • Philipp  Bloecker 21.12.2016
    Bemerkenswert, wer alles seinen Senf zur Tragödie dazugeben muss. Denn tatsächlich war der gute Herr eben nicht zum Zeitpunkt des Anschlags am Ort des Geschehens – und somit nicht einmal ansatzweise in Gefahr.
    Und selbst wenn der gute Herr zur Zeit des Attentates sein Büchlein gekauft hätte: Das KaDeWe befindet sich am Wittenbergplatz – am anderen Ende und auf der gegenüberliegenden Seite des Breitscheidplatzes, wo der LKW in die Menge raste. Da hätte er zunächst nicht einmal etwas mitbekommen.