
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
An der Grande Parade in Kapstadt kam sechs Wochen vor der Fussball-Weltmeisterschaft erste WM-Stimmung auf. Im mit über 4‘000 Fans prall gefüllten Street-Style-Stadion brachten die 16 Finalisten (von insgesamt 59 WM-Athleten) das Publikum zum Kochen.
Street Style, die Kombination aus urbaner Musik und trickreichen Fussballern, wurde von den technisch versierten Final-Athleten sensationell repräsentiert. Besonders auffällig waren die facettenreichen Styles.
Der Publikumsliebling «Rocky» aus Rumänien zeigte eine Mischung aus der Kampfsportart Capoeira und klassischem Jonglieren, während unser Schweizer Nadir Ben Brahim seine Breakdance-Vergangenheit mit coolem Bodenjuggling mixte.
Und diese zwei Freestyler traten im Achtelfinal gleich aufeinander. Die drei Final-Judges Khris Njokwana (Freestyle-Legende), George Weah (Weltfussballer 1995, als erster Afrikaner überhaupt) und Head-Judge Edgar Davids (Ex-Barça-Profi) waren gefordert. Insgesamt fielen die meisten Duelle äusserst knapp aus.
Das Niveau steigerte sich bis ins Finale und somit war die zweite Street-Style-WM überhaupt ein voller Erfolg. Anders Solum aus Norwegen war am Ende der richtige Sieger.
Zwar zeigte der 27-Jährige keine Übershow wie etwa Ex-Weltmeister Arnaud «Séan» Garnier, der bereits im Viertelfinal gegen den Österreicher Faruk Onmaz ausschied. Jedoch spulte Solum sein technisch versiertes Programm fehlerlos ab, das war den Judges am Ende wichtiger. Ausserdem blieb Anders Solum in jedem Duell eiskalt.
Gegen den südafrikanischen Lokalmatador Kamal Ranchod (21), der von den Fans euphorisch gepushet wurde, zeigte der Norweger keinerlei Nerven, während sich Ranchod einige Patzer leistete.
Nach dem Sieg freute sich Anders Solum: «Meine Gegner waren so stark. Unglaublich, dass ich gewonnen habe. Hoffentlich kann ich jetzt mit dem Titel einen grossen Sponsor angeln. Mein Traum ist es nur noch zu Freestylen und DVDs mit meinen Tricks zu machen.»