Sprunger nach OP: Keine bleibenden Schäden!

  • Publiziert: 05.05.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Julien Sprunger ist im Berner Insel-Spital um 13 Uhr am Halswirbel operiert worden. Aufatmen: Bleibende Schäden sind nicht zu befürchten.

Heute wurde an der offiziellen Nati-Medienkonferenz bekannt gegeben, dass Julien Sprunger im Bereich des vierten und fünften Halswirbels operiert werden muss. Also doch! Um 13 Uhr haben die Ärzte den Eingriff durchgeführt. Entwarnung kurz vor 14 Uhr: Bleibende Schäden sind bei Sprunger nicht zu befürchten.

Nach dem Eingriff sollte die Fortsetzung der Karriere von Fribourgs Topskorer nicht gefährdet sein.

Gestern in der zweiten Drittelspause der Partie Schweiz – USA (4:3 n.V.) gab der WM-Arzt Martin Schär noch leichte Entwarnung. «Beim Skelettsystem wurden keine Verletzungen festgestellt. Sprunger hat sich nach dem Schweizer Resultat erkundigt. Ein gutes Zeichen», sagte Schär auf «SF zwei». Schär wies aber auch darauf hin, dass weitere Untersuchungen gemacht würden.

Jetzt ist also doch eine Operation nötig geworden. Sie sollte beim Fribourg-Stürmer vorbeugend zu einer Stabilisierung führen. (zbi/si)

Das ist passiert

Sprunger war in der Partie gegen die USA am Montagabend von David Backes brutal in die Bande gecheckt worden. Der Stürmer von Fribourg-Gottéron wurde daraufhin mit einer Nackenverletzung ins Berner Inselspital überführt. Nach kurzfristigen Lähmungserscheinungen in den Fingern und Füssen konnte er schliesslich wieder alle Gliedmassen bewegen.

Der Verursacher der hässlichen Szene sah sein Vergehen nicht ein und empfand seinen Ausschluss als übertrieben. «Ich habe nur meinen Job gemacht und hart gespielt. In der NHL wäre das höchstens mit zwei Minuten bestraft worden», sagte Backes. Er hoffe aber, Sprunger sei auf dem Wege der Besserung.

Böse Erinnerungen an Schafhauser

Beim brutalen Banden-Check gegen Julien Sprunger kamen böse Erinnerungen an Pat Schafhauser auf. Am 5. Dezember 1995 stürzt der damalige Lugano-Verteidiger im Alter von 24 Jahren mit dem Kopf voran in die Bande. Wie Julien Sprunger wird auch Schafhauser sofort verarztet, die Rega bringt den Amerikaner sogar ins Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Zwei Tage später folgt von dort die traurige Nachricht: Pat Schafhauser ist querschnittgelähmt – die Karriere vorbei. (sme)

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