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Als Sean Simpson aus den Katakomben der Steel-Arena vor die wartenden Journalisten tritt, macht er einen gefassten Eindruck. Er habe die Niederlage zusammen mit den Spielern verarbeitet, sagt der Kanadier. «Nicht laut oder aggressiv, sondern positiv und vorausschauend.»
Die Frage eines Reporters, ob es nun am Montag gegen die USA zum Entscheidungsspiel komme, kontert Simpson mit einer Gegenfrage: «Wisst ihr, wie alles laufen wird? Vielleicht gewinnen ja nicht alle gegen Frankreich, vielleicht gewinnen wir gegen Schweden, vielleicht punkten die Amerikaner gegen Kanada – es ist alles offen.»
Die wahrscheinlichste Variante bleibt aber der Showdown gegen die USA am nächsten Montag. Das ist der Fall, wenn die Amerikaner wohl gegen Frankreich, aber nicht gegen die Kanadier drei Punkte holen und die Schweiz am Samstag gegen Schweden verliert.
Ein Knockout-Spiel gegen die USA – das wäre die gleiche Ausgangslagewie vor zwei Jahren in Bern. Damals siegte die Schweiz durch ein Tor Roman Wicks – allerdings erst nach 13 Sekunden in der Verlängerung, für die Viertelfinals fehlte dann ein Punkt.
Am spielfreien Tag nach dem 2:3 gegen Norwegen gabs für die Spieler fakultative Bewegungstherapie: Eistraining, Krafttraining oder Auslaufen und dazu eine umfassende Video-Analyse.
Simpson: «Die Norweger hatten nur neun gute Tormöglichkeiten, aber das soll keine Ausrede sein. Wir haben gesehen, dass uns die Laufbereitschaft gefehlt hat. Das wird auch der Schlüssel in den nächsten beiden Spielen sein, wir müssen unsere läuferischen Vorzüge zum Tragen bringen, Tempo machen.»