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Die Schweizer zündeten vom ersten Bully an ein offensives Feuerwerk. Jeannin schlug nach ziemlich genau einer Minute allein vor dem Tor über die Scheibe. Wick scheiterte dann im ersten Powerplay nach einer herrlichen Kombination über Sprunger und Lemm sträflich. Auch in der zweiten Überzahlsituation kamen die Schweizer zu Chancen. Das vermeintliche 1:0 durch Blindenbacher wurde zu recht wegen Torraum-Offsides aberkannt.
Die Schweizer überzeugten im Powerplay. An der blauen Linie kam der nachnominierte Weber neben Captain Streit zum Zug. Weber spielte schon im Startdrittel seines ersten Länderspiels verdammt abgeklärt und konnte mehrmals seine Feuerkraft unter Beweis stellen. In der 19. Minute hatte er Pech: Sein Hammer prallte vom Innenpfosten ins Spielfeld zurück. Es wäre der hochverdiente Ausgleich gewesen.
Lettland kam schon im ersten Drittel kaum zu Chancen. Das Schussverhältnis lautete 15:5 für die Schweizer. Doch die Letten nutzten ihre beste halt eiskalt aus. Dabei wurden die Schweizer für ihre Naivität und ihren Übermut bestraft. In Unterzahl suchten die Schweizer den Shorthander mit zu starker Vehemenz und wurden prompt bestraft. Ein Fehlpass von Seger nutzten Vasiljevs und Cipulius clever aus.
Es folgte ein fast 40 Minuten langer Sturmlauf auf das Tor der Letten. Nach 58 Minuten und 29 Sekunden erlöste uns der Davoser Andres Ambühl mit dem längst fälligen 1:1. Der verdiente Ausgleich! Nach 60 Minuten betrug das Schussverhältnis 39:18. Doch das nützte nichts. Es zählen nur die Tore – und da stand es 1:1.
Im Penaltyschiessen behielten die Letten die Ruhe und versenkten zumindest einen Penalty. Die Schweizer Wick, Lemm und Sprunger scheiterten allesamt.
Damit haben die Letten wie die Schweizer vier Punkte, dürfen aber noch gegen die Franzosen spielen. Wir müssen entweder gegen Schweden oder die USA punkten!