«Schönredner» Krueger bleibt Nati-Trainer

  • Publiziert: 05.05.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

BERN - Die Schweizer Nati hat ihr WM-Minimalziel ganz klar verfehlt. Trotzdem sitzt Nati-Trainer Ralph Krueger weiter fest im Sattel. Er freut sich auf Vancouver 2010.

An der Medienkonferenz um 11 Uhr in Bern äusserte sich zuerst der scheidende Verbandspräsident Fredy Egli zum frühzeitigen Ausscheiden der Schweizer. «Wir haben das Ziel nicht erreicht», sagt Egli. Dennoch hält Egli an Nati-Trainer Ralph Krueger fest. Diese Empfehlung werde er auch der neuen Verbandsspitze mitgeben.

Sein Vize Renato Eugster will die Situation nun in Ruhe analysieren «und anschliessend die Strategie in neue Hände geben». Im Juni übernimmt bekanntlich Philippe Gaydoul das Amt des SEHV-Präsidenten.

Ralph Krueger ist trotz des WM-Flops stolz auf seine Spieler. «Ich freue mich, mit ihnen weiterzuarbeiten.» Ein freiwilliger Rücktritt ist für ihn ein Fremdwort. «Schönredner» Krueger: «Mit den USA haben wir ein NHL-Team geschlagen. Wir haben die besten Nati-Spieler seit fünf oder sechs Jahren.»

Er selbst werde keine Konsequenzen ziehen, schliesslich besitze er noch einen laufenden Vertrag. «Ich freue mich auf die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Vancouver. Ich liebe meinen Job», so Krueger. Man könne vieles positiv sehen – wenn man nur wolle... (zbi/nw)

Krueger nach dem Spiel

Nach der Partie gegen die USA gab Nati-Trainer Ralph Krueger dem Schweizer Fernsehen ein Interview. «Wir sind an Kleinigkeiten gescheitert. Aus den ersten vier Spielen haben wir viel zu wenig Punkte geholt. Auch ich habe meine Leistung nicht gebracht», sagte Krueger. Welche Fehler er selber gemacht hat, konnte der Nati-Trainer aber nicht sagen. Er sprach von Details. «Das ist schwierig zu sagen. Im Coachingbereich trifft man so viele Entscheidungen», so Krueger.

Das sagt unser WM-Experte Marcel Jenni

«Klar ist, dass die Schweiz das WM-Ziel klar verfehlt hat. Die Spieler haben aber alles gegeben und gekämpft. Ganz ehrlich: Es ist mir egal, was jetzt mit Ralph Krueger geschieht. Seine Entscheidungen waren schon in der Vergangenheit fragwürdig. Aber er wird halt vom Verband gestützt», sagte der Kloten-Star. Unsere Nati müsse sich halt fragen, wohin sie wolle. Jenni: «Unser Offensivspiel hätte man schon vor acht bis zehn Jahren kultivieren sollen.»
play Nati-Trainer Ralph Krueger freut sich bereits auf die Olympischen Spiele. (Keystone)

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