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Leisen Schrittes geht er über den Parkettboden. Er bleibt immer wieder stehen. Neigt seinen Kopf. Ryan Gardner schaut Kunstwerke an.
Der Nati- und ZSC Lions-Stürmer mag die schönen Künste. In der Zürcher Galerie «Last» betrachtet Gardner interessiert die Werke des Zürcher Fotografen Hans Signer und der Londoner Malerin Pearl Bates.
Kunst ist neben Golf für Gardner einer der Ausgleiche zum harten und rustikalen Eishockeysport.
Eine Stunde vor David-Statue
Wenn Gardner – seine Kunst auf dem Eis ist es Tore zu schiessen – mal durchs Zürcher Niederdorf schlendert, schaut er immer wieder gerne in einer Galerie rein. Auch wenn er auf Reisen ist, stehen Museumsbesuche ganz oben auf seiner Prioritätenliste.
«Als ich in Florenz war, habe ich bestimmt eine Stunde lang vor der David-Statue von Michelangelo gestanden. Ich bewundere, was Künstler wie er mit Händen erschaffen haben», sagt Gardner. Überwältigt war er auch in Venedig oder Rom. «Was diese Städte an Kunst und Sehenswürdigkeiten bieten, ist unglaublich.»
Gardner schwärmt vom Kolosseum in Rom: «Das ist viel grösser, als ich dachte. Unvorstellbar, dass die das vor fast 2000 Jahren mit den damaligen Mitteln erbauen konnten.» In Paris war für ihn klar, dass er den Louvre besucht: «Die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci wollte ich unbedingt mal sehen. Ich war überrascht, wie klein dieses Bild ist.» Und trotzdem ist es eines der grössten Kunstwerke in der Geschichte der Menschheit.
Gardner kann sich vorstellen, dass er irgendwann Kunstwerke nicht nur anschauen, sondern auch kaufen wird.
Ein Heim für Kunst
«Zuerst kommt aber das Haus, erst dann die Kunst, die man darin aufhängt oder aufstellt.» Das heisst, dass er zuerst sein Sommerhaus in der Nähe von Toronto um- und ausbauen will.
Und dann wäre auch nicht ein Gemälde sein erster Kunstkauf sondern ein antiker, riesengrosser Holztisch. «Solche habe ich in Weinkellern im Piemont gesehen. Und an einem solchen möchte ich dereinst mit meiner Familie und meinen Freunden essen und trinken.»