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Er sitzt in seinem Wohnzimmer auf dem Sofa und er spielt. Nein, nicht etwa ein Game auf der Spielkonsole. Roman Wick spielt Gitarre. Das ist seit dem letzten Sommer sein neues Hobby.
Es passierte, als der Kloten Flyers- und Nati-Stürmer in Oerlikon unterwegs war. «Ich sah in einem Musikladen Gitarren im Schaufenster. Spontan ging ich rein und kaufte mir eine», erinnert sich Wick. Und so diszipliniert wie er seinen Sport ausübt, so packte er auch die Sache mit seinem neuen Instrument an.
«Ich lerne online!»
Die ersten Resultate lassen sich hören. «Hey Joe» von Jimi Hendrix, «Sweet Home Alabama» von Lynyrd Skynyrd, «Stairway to Heaven» von Led Zeppelin oder «Wish You Were Here» von Pink Floyd – Wick zupft schon schön gekonnt an den Saiten.
Einen Gitarren-Lehrer hat er nicht. Der 23-Jährige erklärt: «Ich lerne online. Auf Youtube gibt es coole Anleitungen und Tipps.»
Nun wandelt er also nach dem Eishockey auch in Sachen Musik auf den Spuren seines Vaters. Marcel Wick war in den 80er- und 90er-Jahren ein gefürchteter Verteidiger bei Kloten, dem ZSC und auch in der Nati. Er ist aber auch ein heisser Hobbymusiker. «Mein Vater hat vier Gitarren, einen Superverstärker und gewaltige Boxen. Wenn er spielt, geht die Post ab».
«Im Ausgang lieber Elektro und House»
Mit seinem Vater ging er auch zum ersten Mal an ein Konzert. «AC/DC im Hallenstadion. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Es war gewaltig», schwärmt Wick, der jetzt übrigens auch schon zwei Gitarren hat.
Mit seinem früheren Teamkollegen Deny Bärtschi (jetzt EHC Biel) spielt er oft gemeinsam Gitarre. Wick: «Klar, als Hockeyspieler habe ich viel mehr Talent. Doch mir macht Musik einfach Spass. Und seit ich Gitarre spiele noch mehr.»
Und das vergrössert zudem seinen musikalischen Horizont. Eigentlich sind ja Beats, Elektro und House eher sein Stil. «Wenn ich im Ausgang bin, ist dies immer noch meine bevorzugte Musik,» sagt Wick. Mit der Gitarre spielt er aber lieber Songs im Stil von Jack Johnson, Ben Harper oder Amy MacDonald. Und eben die grossen Rock-Klassiker.