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Ernsthaft Nationaltrainer Ralph Krueger. (Keystone)
Zwar beginnt der Zusammenzug für unsere Nati-Spieler relativ unspektakulär. Heute testen sie in Genf gegen Weissrussland, am Freitag in Siders gegen die Slowakei. Doch beim dritten Match am Samstag in Gstaad ist alles anders – diese Partie wird wie anno dazumal als Open-Air-Event ausgetragen.
Die äusseren Einflüsse im Berner Oberland werden für die Spieler anders sein, als sie es sich aus ihrer täglichen Arbeit in Eishallen gewohnt sind. Deshalb stellt sich die Frage, mit welcher sportlichen Ernsthaftigkeit man diese einmalige Aufgabe angeht.
«Die sportliche Messlatte ist dort nicht gleich hoch»
«Die ersten beiden Partien sind für die sportliche Beurteilung der Spieler sehr wichtig. Und seriös möchten wir auch die Vorbereitung für das Spiel vom Samstag angehen. Aber klar, die sportliche Messlatte ist dort nicht gleich hoch. Es geht an diesem Nostalgie-Match auch darum, den Tag bei hoffentlich schönem Wetter zu geniessen, den Eishockeysport zu feiern und Werbung für unsere Heim-WM zu machen», sagt Nati-Trainer Ralph Krueger.
Dafür braucht es bei den letzten Auftritten vor der direkten WM-Vorbereitung im Frühling aber auch starke Matches. «Wir wollen mit unseren guten Leistungen aus den Zusammenzügen im November und Dezember weiterfahren», sagt Krueger deshalb.
46 Spieler hat der Deutsch-Kanadier in diesem Winter bereits aufgeboten – mit John Gobbi und Eric Blum kommen nun noch die Nummern 47 und 48 dazu. Von seinen in der NLA spielenden ernsthaften WM-Kandidaten hat Krueger damit alle mindestens einmal bei sich gehabt.
Letzte Chancen für WM-Tickets
Die drei Ausnahmen sind die drei Berner Beat Gerber, Roman Josi und Patrick Bärtschi, die mit Verletzungen zu kämpfen haben. Ihnen bleibt die Chance, sich mit starken Auftritten in den Playoffs nochmals aufzudrängen.
Während von den aufgebotenen Verteidigern ein ganzes Quintett (Du Bois, Blum, Gobbi, Blatter, Von Gunten) noch keine WM-Erfahrung aufweist, bringt der Sturm wesentlich mehr Routine mit, denn lediglich Emanuel Peter und Matthias Bieber waren noch nie an einer WM mit von der Partie.
Krueger dazu: «Unter den Verteidigern hat sich der Konkurrenzkampf erhöht. Spieler wie Gobbi, Du Bois oder Von Gunten klopfen massiv an die Türe. Dass wir im Sturm so viel Erfahrung dabei haben, gibt uns auch in defensiver Hinsicht Stabilität.»