Teenager (15) attackiert: Verfahren gegen Fribourg-Star eröffnet!

Nach dem Spiel Ambri–Fribourg wird Gottéron-Verteidiger Joel Kwiatkowski (37) von Ambri-Fans provoziert. Er stürmte auf sie zu, wird hangreiflich und rief mehrmals: «I fucking kill you!» Jetzt prüft der NL-Einzelrichter die Vorfälle.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 ZSC Lions 50 173:125 98
2 HC Davos 50 181:142 91
3 Genf-Servette HC 50 160:138 89
4 EV Zug 50 161:138 88
5 HC Lugano 50 157:150 80
6 HC Fribourg-Gottéron 50 148:154 75
7 Kloten Flyers 50 154:150 72
8 SC Bern 50 152:162 67
9 Lausanne HC 50 123:143 67
10 HC Ambri-Piotta 50 144:166 66
11 SCL Tigers 50 135:173 57
12 EHC Biel 50 128:175 50

Eishockey

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Die Emotionen kochen zwischen Ambri und Fribourg (4:3 n. P.) schon auf dem Eis hoch. Und nach dem Spiel flippt Gottéron-Verteidiger Joel Kwiatkowski (37) aus. Der Kanadier sitzt bereits gefrustet im Bus, als er von einer Gruppe von Ambri-Fans aus dem Kanton Uri provoziert wird. Es sind dies Natalie Sägesser (40), ihre Tochter (14), sowie ein 15- und ein 14-Jähriger und ein Mädchen (12). Einige von ihnen zeigen Kwiatkowski den Stinkefinger und bedeuten ihm, aus dem Bus zu kommen.

«Dann ist Kiwi aus dem Car gestürmt und auf uns zugerannt», schildert Natalie Sägesser. Sie und der 15-Jährige seien stehen geblieben, während die drei anderen Teenager davonrannten. «Dann hat er den Buben mit beiden Händen gepackt und gegen die Abschrankung geworfen. Danach stand er direkt vor uns und rief mehrmals: I fucking kill you!»

Als die eingefleischte Ambri-Anhängerin am Sonntag davon erzählt, bebt ihre Stimme. «Sie hätten seine wütenden Augen sehen sollen! So etwas sieht man sonst nur in Krimis. Ich habe mir vor Angst fast in die Hosen gemacht.» Sie habe in der Nacht dann kaum einschlafen können, weil sie die Erinnerung an Kwiatkowskis wilde Augen nicht habe verdrängen können.

Kwiatkowski selbst bestreitet nicht, dass er aus dem Bus ausgestiegen sei und die pöbelnden Fans angemacht habe. «Aber Todesdrohungen habe ich sicher keine ausgesprochen. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen uns in Ruhe lassen. Und ja, ich habe den Burschen am Kragen gepackt und ihm gesagt, er soll sich verpissen.»

Brief an den NL-Einzelrichter

Kwiatkowski weiss auch: «Ich hätte im Bus bleiben und die Leute einfach ignorieren sollen. Was dann passiert ist, ist nicht gut, es tut mir leid.» Er fragt sich am Tag danach aber auch, wie es sein kann, dass Erwachsene dabei zusehen, wie Kinder mit Stinkefingern und Fluchwörtern gegen Sportler vorgehen. «Und wo waren die Sicherheitsleute? Warum können gegnerische Fans so einfach unseren Bus belagern? Das ist gefährlich.»

Natalie Sägesser sagt: «Ich bin auch keine Heilige. Bei einem Spiel bin ich voller Emotionen. Und nach Fribourgs spätem Ausgleich musste ich weinen.» Für sie ist aber klar, dass Kwiatkowski zu weit gegangen ist. Deshalb hat sie NL-Einzelrichter Reto Steinmann nun einen Brief geschrieben, in dem sie den Vorfall schilderte. Dieser hat nun ein Verfahren eröffnet, um die Vorfälle zu klären (siehe Kasten links).

Doch warum waren Sägesser und die Teenager nach dem Spiel zum Fribourg-Car gegangen? «Ich wollte ihn mit einem bösen Blick strafen», sagt die Urnerin. Schon während des Spiels habe sich die Gruppe mit Kiwi gefetzt. Angefangen habe es, als der Verteidiger nach seinem ersten Saisontor den Urnern, die stets neben der Ambri-Strafbank in der ersten Reihe stehen, den Stinkefinger gezeigt habe.

Später habe der Kanadier auf dem Weg auf die Strafbank seinen Handschuh ausgezogen und ihnen erneut den Mittel­finger gezeigt. Danach habe er auch auf der Strafbank den wütenden Tifosi noch einmal mit dem nackten Finger beleidigt.

Kwiatkowski sagt dazu, er erinnere sich an die generell aufgeheizte Stimmung in der Valascia, aber nicht an einzelne Vorfälle.

Publiziert am 03.11.2014 | Aktualisiert am 03.11.2014
Joel Kwiatkowski. play
Joel Kwiatkowski. Keystone
NL-Einzelrichter Reto Steinmann. Toto Marti

Verfahren gegen Kwiatkowski eröffnet

Reto Steinmann (Bild), Einzelrichter Disziplinarsachen Leistunssport beim Schweizer Eishockey-Verband, hat gegen Joel Kwiatkowski ein ordentliches Verfahren eröffnet. Steinmann prüft darin laut Mitteilung, «ob Kwiatkowski mit seinem Verhalten gegen die Regel 81 des Rechtspflegereglements (Verhaltensgrundsätze) verstossen hat».

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81 Kommentare
  • Reto  Bohren 03.11.2014
    Solche Sachen sieht man leider nicht nur in den Profiligen, sondern gehen runter bis in die Regio League! Ich hoffe das auch die Dame Konsequenzen zu tragen hat! Es kann einfach nicht sein das Spieler zu Freiwild von dahergelaufenen jungen Pöpeln wird, und ihre Eltern schauen zu und helfen noch kräftig provozieren!
  • Patrick  Urscheler aus Uetliburg
    03.11.2014
    Richtigerweise müsste Frau Sägesser vor den Einzel Richter. Sie Was gibt Frau Sägesser das Recht einen Sportler der im Car sitzt primitiv anzupöbeln ?Wo bleibt da Ihre Vorbildfunktion als 40 jährige?
    Sie haben mit Ihrem Verhalten eine Reaktion von Kiwi provoziert und diese ist gekommen.
    Aus meiner Sicht sogar die ideale Reaktion. Er hat der Frau und den Jugendlichen Angst eingeflösst und diese werden sich in Zukunft überlegen ob Sie wieder einmal einen gegnerischen Spieler anpöbeln werden !!!
  • Brigitte  Muster , via Facebook 03.11.2014
    Diese Frau und unfähige Mutter sollte lebenslanges Stadionverbot bekommen. Zeigt mit ihren minderjährigen Kindern zusammen den gegnerischen Spielern der Stinkefinger... wie primitiv ist das denn! So werden Hooligans gezüchtet, und erst noch von der eigenen Mutter. Das ist abscheulich.
  • Ralf  Corpataux aus Tafers
    03.11.2014
    Schämen Sie sich Frau Sägesser !!!!! pffffui.und gleich nochmal pfui. Zuerst Pöbeln dann Petzen.... Beides sehr Vorbildlich !!! einzige richtige Strafe. Frau Sägesser Zahlt 2000.- Busse, und diese wird dann investiert zum Schutze der gegnerischen Spieler beim nächsten Heimspiel von Ambri.Sowie 5 Jahre Nationales Stadionverbot. Von solchen Kinder wird man dann auch auf offener Strasse angepöbelt. Vielen Dank Liebe Frau Sägesser, und PFUIII
  • Beat  Fahrni 03.11.2014
    Tolle Mutter. Super Vorbild.
    Und dann hat sie noch die Frechheit, sich zu beschweren.
    Die Tochter kann einem leid tun......