Eishockey-Chef Dino Kessler über Davoser Traditionen und den neuen Turnier-Modus.
Wer Traditionen ehrt, hat noch keine Garantie für ewigen Fortbestand. Handkehrum ist innovatives Gedankengut allein noch kein Wegbereiter für zukunftsorientiertes Handeln.
Spengler-Cup-Präsident Fredi Pargätzi hat mit dem angepassten Modus das eine getan und das andere nicht gelassen.
Die zweite Schweizer Mannschaft verleiht dem Turnier mehr nationale Akzeptanz, die Einteilung in zwei Gruppen inklusive Zwischenrunde und Halbfinals hat die viel kritisierten Kehraus-Partien aus dem Kalender gefegt.
Trotzdem behält der Spengler Cup seine traditionellen Eckdaten: Turnierbeginn am Stephanstag, Showdown zu Silvester.
Ansatz zur Kritik besteht höchstens darin, dass Gruppengegner nicht auch Finalgegner sein können. Dafür müssten die Halbfinals übers Kreuz gespielt werden.
Gleichzeitig bleibt das bewährte Erfolgsrezept im Dunstkreis der Holzkathedrale bestehen: Komasaufen? Kein Problem im Bierzelt. Wer die Puppen tanzen lassen will, geht ins Pöstli.
Wer seiner Eitelkeit nur gerecht wird, wenn er an Türstehern vorbeikommen muss, findet immer irgendwo eine verschlossene Tür.
Ob auf dem Eis, der Festbank oder auf dem Teppich der VIP-Lounge – beim Spengler Cup endet jeder Höhenflug auf der passenden Unterlage.
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Dino Kessler – BLICK-Eishockeychef. (Philippe Rossier)
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