Elik «Toddgesagte» leben länger

Todd Elik erlebt seinen 43. Herbst, verzückt den Thurgau und denkt noch lange nicht ans Aufhören.

  • Publiziert: 08.10.2009, Aktualisiert: 14.08.2012
  • Von Stefan Kreis

Verkehrte Welt in Kreuzlingen. Todd Elik, Eishockey-Urgestein (total 1394 Spiele) und Strafen-König (1500 Strafminuten), hat im Spiel gegen La-Chaux-de-Fonds seine Nerven im Griff und lässt sich kein einziges Mal provozieren.

Und das, obwohl er allen Grund dazu hätte: Seine Gegner stoppen den entfesselt aufspielenden Kanadier oft mit unfairen Mitteln und wandern dafür vier Mal auf die Strafbank. Elik hingegen sieht sein früheres Stammplätzchen nur von weitem und führt sein Team zum verdienten 6:3-Sieg.

«Er ist ein Häuptling und zeigt den Jungs wo es langgeht», sagt Thurgau-Coach Erwin Koster. Und gerät ins Schwärmen: «Seine Kampfkraft, seine Technik und seine Leidenschaft sind Extraklasse.» Der Kanadier bucht einen Hattrick, ist an einem weiteren Treffer beteiligt.

Der alte Mann zeigt den Jungen, wie man Eishockey zelebriert

Wer hätte das gedacht? Ein 43-Jähriger zeigt den Jungen, wie man Eishockey zelebriert.

«Es ist eine Freude mit ihm zu spielen», sagt Sturmpartner Andreas Küng, der bereits beim HC Langenthal mit Elik zusammenspielte.

Der Kanadier selbst gibt das Kompliment umgehend zurück: «Andreas ist ein toller Spieler mit viel Talent. Wir ergänzen uns.»

Die Frage ist, wie lange noch. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Elik Ambitionen hat, wieder in der NLA zu spielen, wo er 1997 mit Lugano seinen ersten Auftritt hatte und später bei Langnau zum Kultspieler wurde. Kehrt er bald zum zweiten Mal ins Emmental zurück?

«Ich nehme Schritt für Schritt und mache mir jetzt keine Gedanken über die Zukunft», meint der nimmermüde Haudegen. Klar ist: Tritt er weiterhin so dominant auf, müssen sich die Fans im Most-Kanton bald damit abfinden, Elik aus der Ferne zu bewundern.

play Todd Elik gehörte früher zu den Spielern, die sich leicht provozieren liessen. So schaffte er es auch in unsere Top Ten der «zehn kleinen Stinkefingerlein». (McFreddy)

Top 3

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3 Check gegen Ronny Keller war «Unfall» Stefan Schnyder unschuldig!bullet

National League B

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Ajoie 50 187:138 105
2 Langenthal 50 182:113 103
3 Olten 50 217:144 102
4 Lausanne 50 203:132 98
5 Visp 50 194:161 85
6 ChdF 50 189:147 83
7 GCK Lions 50 155:173 70
8 Martigny 50 151:170 69
9 Basel 50 138:168 64
10 Thurgau 50 121:219 26
11 Sierre 50 103:275 20

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