Olten-Coach Mansi Der Mann, der nicht an die WM will

Seit sechs Jahren ist Olten-Coach Maurizio Mansi Co-Trainer der Spanier. An die WM aber will er nicht.

Aktuell auf Blick.ch

NLB Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Langenthal 40 152:88 93
2 Chaux-de-Fonds 39 160:110 83
3 Rapperswil-Jona 39 142:104 77
4 HC Red Ice 39 127:93 75
5 EHC Olten 39 134:104 72
6 HC Ajoie 40 158:114 69
7 EHC Visp 39 124:128 53
8 Hockey Thurgau 40 112:140 45
9 EHC Winterthur 39 102:157 37
10 EVZ Academy 39 82:141 36
11 HCB Ticino Rockets 39 104:161 34
12 GCK Lions 40 91:148 34

Eishockey

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Wer an Spanien denkt, dem schiessen Sonne, Sand und Palmen durch den Kopf. Doch im Südwesten Europas wird auch Eishockey gespielt. Die Superliga umfasst sechs Teams. An einzelnen Orten wie dem malerischen Jaca nahe den Pyrenäen ist gar eine regelrechte Euphorie entstanden. Der Klub wurde 13-mal Meister, ist das erfolgreichste Team der Liga.

In der Weltrangliste, die 50 Teams umfasst, liegt Spanien an 30. Stelle, spielt in der vierthöchsten Division. Seit sechs Jahren ist Olten-Coach Maurizio Mansi (50) Co-Trainer. Seine Athleten erhalten kein Geld. «Sie müssen für die WM und andere Turniere jeweils Ferien nehmen», sagt Mansi. Damit nicht genug: Einzelne müssten zwischen den Trainings und den Spielen gar für ihr Examen büffeln.

In Spanien ist «König Fussball» nahezu allmächtig. Doch als 2016 die WM der dritthöchsten Division in Jaca druchgeführt wurde, kamen 2500 Besucher an Spaniens Spiele. 

Die Vorbereitung geschieht oft in Barcelona oder Madrid. «Es wäre wertvoll, wenn die Fussballclubs unseren Sport pushen würden», wünscht sich Mansi. Abwegig ist das nicht. Der FC Barcelona verfügt – unter diesem Namen – über eine Eishockeysektion. Das Team wurde bereits dreimal Meister, letztmals 2009. Real Madrid noch nicht. «Aber eine solche Begegnung würde unserem Sport gut tun.» Frank Gonzalez, Präsident des spanischen Eissportverbandes, tue alles, um dem Eishockey mehr Gewicht im Lande zu verschaffen.

Die spanische Mannschaft verfüge über junge, hungrige Spieler, bilanziert Mansi. Zu seiner Position kam der Italo-Kanadier aus Montreal nachdem Luciano Basile Spaniens Cheftrainer wurde. «Wir kommen beide aus Montreal und kennen uns seit 1993.» Dies nachdem Mansis Vorgänger in Spanien, Ex-Ambri-Assistent Diego Scandella, Co-Trainer von Ungarn geworden ist.

Mansi gerät ins Schwärmen, wenn er von den WM-Turnieren spricht. Dem Teamgeist. Dem Herzblut seiner Spieler. Dennoch sagt er: «Ich hoffe, dass ich nicht an die nächste WM fahren kann!» Wie bitte? Die WM, die Spanien bestreitet, wird bereits vom 3. bis 9. April in Rumänien ausgetragen. In diesen Zeitraum fallen ein siebtes NLB-Playoff-Finalspiel sowie der Start in die Liga-Qualifikation. Dahin will Mansi mit dem EHC Olten. Auch im Kanton Solothurn ist er mit Herzblut dabei.

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Heinz  Nütteler 03.11.2016
    Das wir Oltner Aufsteigen ist so klar wie Tequila ohne Wurm drin Egal ob Langnull, Ambri oder Friburg, wir hauen alle weg!!! Ho Ho Hopp Olten!