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Zug-Schnyder: Er liebt Drecksarbeit

  • Publiziert: 29.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck

Zugs Wunder-Block ist wieder da. Holden dirigiert, Brunner brilliert – und Schnyder macht, was er am besten kann: chrampfen.

Der EVZ rettete sich mehr schlecht als recht über die drei Spiele ohne sein Zugpferd Josh Holden. Die Zuger bringen es bloss auf vier Törchen. Die jungen Punktesammler Damien Brunner und Fabian Schnyder erspielen sich gerade mal je einen Zähler.

Es schleckt keine Geiss weg: Die beiden 23-jährigen Flügelstürmer trumpfen neben der kanadischen Leaderfigur Josh Holden gross auf. Liga-Topskorer Brunner spielte sich gar in den Fokus diverser NHL-Scouts. Doch wer ist eigentlich der Dritte im Bunde des Zuger Wunder-Blocks? Wer ist Fabian Schnyder?

Bei dieser Frage lächelt er. Und antwortet ehrlich: «Ich bin ein einfacher Spieler.» So simpel dies klingt, so viel steckt dahinter. Denn es ist Schnyder, der im erfolgreichsten EVZ-Sturm den «Dirty Job» gefasst hat. Und ihn gerne macht!

Der Flügelstürmer gräbt in den Ecken die Pucks aus und macht jeden Check fertig. Trotzdem kann er in jeder Offensiv-Situation Tempo machen, ist deshalb die perfekte Ergänzung zu Holden und Brunner.

Der Mannschaftserfolg genügt Teamplayer Schnyder, er muss nicht im Rampenlicht stehen. «Häuptlinge gibts genug, ich bin gerne ein Krieger.» Sich unterzuordnen, eine Rolle zu akzeptieren und für die Drecksarbeit motiviert zu sein, fällt dem Zentralschweizer daher nicht schwer. Ebenso nicht, lobende Worte für seine Sturmpartner zu finden: «Josh und Damien sind exzellente Spieler. Sie bringen auch mich weiter.»

Doch Schnyder versteht sich gerade mit Brunner nicht grundlos blind. Denn Fabian und Damien gibts praktisch nur im Doppelpack – auch neben dem Eis.

In der Garderoben-Sitzordnung haben die Stürmer ihre Plätze nebeneinander. Als Jass-Partner bringen sie beim «Coiffeur» ihre Gegner Duri Camichel und Thomas Ruefenacht regelmässig ins Schwitzen.

«Und meistens kochen wir unser Essen gemeinsam.» Sie lachen. «Klingt ja fast wie bei einem alten Ehepaar!» Nur besser.

Stars als Star-Macher

Auch andere Schweizer trumpften (nur) neben Ausländern auf. Einige Beispiele: Mathias Seger lernte das NLA-Defensiv-ABC bei Rapperswil-Jona neben Kari Martikainen (Fi). Legendär ist das Klotener Duo Wäger/Hollenstein, das neben Mikael Johansson (Sd) zum Höhenflug ansetzte. Neben zwei Söldnern macht man natürlich noch einfacher eine gute Figur. Wie Luganos Raffaele Sannitz 2005/06 neben Metropolit (Ka) und Peltonen (Fi). Oder das Paradebeispiel: Pascal Schaller mit Fribourgs Super-Russen Bykow/Chomutow Anfang der Neunziger Jahre.

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40