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Zürich regiert die NLA

  • Publiziert: 28.11.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
  • von Marcel Allemann
play Ringen um den Rang 1: Sind Victor Stancescus Klotener heute Abend auch in der Tabelle oben, oder bleiben die Lions und Severin Blindenbacher top? (Keystone)

Nicht Bern, nicht das Tessin und auch nicht Graubünden. Zürich ist der Hockey-Kanton Nummer 1 in der Schweiz.

Die ZSC Lions sind Leader, die Kloten Flyers Zweite. Die Zürcher haben nicht nur die grösste Klappe. Sie haben auch die besten Eishockeyteams.

Das Herz der Hockeyschweiz liegt auf einem Flecken von 5,7 Kilometern. So kurz ist auf dem Verkehrsweg die Distanz zwischen dem Hallenstadion in Oerlikon und der Kolping-Arena in Kloten.

Und heute duellieren sich die beiden auf Wolke Sieben schwebenden Teams auch noch in einem historischen Spitzenkampf um die Tabellenspitze.

Die letzte Zürcher Doppelführung

Denn bis man eine Rangliste findet, auf welcher die Lions und die Flyers gemeinsam von der Spitze grüssten, muss man in der Statistik einige Jahre zurückblättern. Zwar lagen sie im September 2005 gemeinsam in Front, aber zum Saisonstart war das noch wenig aussagekräftig. Mitten in der Saison waren die Zürcher Klubs am 6. Dezember 2002 letztmals gemeinsam top – damals führte ebenfalls der ZSC vor Kloten die Tabelle an.

Bei den beiden Klubs ist man vor dem heutigen Derby hocherfreut über das Zürcher Hoch. «Eine gesunde sportliche Rivalität ist das Beste, was uns beiden passieren kann. So pushen wir uns gegenseitig nach oben», freut sich Peter Zahner, der CEO der Lions.

Die Gründe für das Zürcher Hoch: <b>ZSC</b>

Die ZSC Lions wurden 2006 in die Playouts verbannt, mussten bös unten durch. Mit einer Selbstverständlichkeit gingen damals die Spiele verloren. Es dauerte zwei Jahre, bis sich die Lions von den vielen Nackenschlägen erholten und ihr Negativ-Image abstreiften.

Die Befreiung war das vergangene Playoff, welches im Meistertriumph gipfelte. Seither werden die Spiele plötzlich mit einer fast schon spielerischen Selbstverständlichkeit gewonnen. «Die Mannschaft hat nun Selbstsicherheit und Stabilität», sagt Zahner.

Die Gründe für das Zürcher Hoch: <b>Kloten</b>

Die Kloten Flyers haben die Schwachpunkte der letzten Saison (Out in den Playoff-Viertelfinals gegen die ZSC Lions...) erkannt und darauf reagiert.

Mit Félicien Du Bois und Beni Winkler kamen zwei starke Verteidiger. Zudem haben junge Spieler wie Roman Wick, Marc Welti, Marc Schulthess und Roman Schlagenhauf einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.

«Wir sind stabiler in der Defensive. Zudem akzeptiert jeder seine ihm aufgetragene Rolle. Keiner im Team jammert derzeit», erklärt Flyers-Sportchef Roland Habisreutinger.

Siegen statt Jammern. Das ist auch das Klotener Motto für das heutige Derby. Mit einem Sieg wären die Flyers Leader – erstmals seit dem 6. Oktober 2006.

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play Er wird für die Kloten Flyers kämpfen: Beni Winkler (r.). (Keystone)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40