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Lukas Flüeler Zauberlehrling der ZSC Lions

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Stephan Roth
Lukas Flüeler steht zu Beginn bei den ZSC Lions im Tor.- PKP/Pius Koller

Lukas Flüeler (21) bekommt die Chance, aus dem Schatten von Ari Sulander (41) zu treten.

Trainer Colin Muller greift zu einer Formulierung aus dem Football-Vokabular, um die Goalie-Situation bei den ZSC Lions zu beschreiben: «Ich habe Lukas Flüeler den Ball gegeben.» Mit anderen Worten: Das Talent hält sein Schicksal in den eigenen Händen. Lässt er den Ball nicht fallen, um bei Mullers Bild zu bleiben, und überzeugt, bleibt er im Tor. «Der Trainer hat mir mitgeteilt, dass ich viel spielen werde, wenn es gut läuft», so Flüeler. «Mein Ziel ist es, so viel wie möglich zu spielen und mich als Nummer 1 durchzusetzen.»

Die Lösung mit Flüeler im Tor ermöglicht es Muller, seine vier ausländischen Feldspieler auflaufen zu lassen.

Es ist die dritte Saison, in der Flüeler an Sulander vorbeikommen will. In der Saison 2008/09 konnte er ohne Druck aufspielen und stieg kometenhaft auf. Er hielt gut und kam gar zu Einsätzen in der Nati. In der letzten Spielzeit konnte der junge Zürcher den Erwartungen nicht mehr standhalten. Vor allem in den Heimspielen schien ihm der Druck und die Anwesenheit Sulanders zu schaffen zu machen.

«Ich stand mehr unter Druck», sagt der Zauberlehrling, «habe dabei aber viel gelernt und einen Schritt nach vorne machen können.»

Sulander zunächst bei den GCK Lions im Tor

Der lange Schatten des Finnen soll Flüeler nicht mehr unmittelbar belasten. Der 41-Jährige wird vorderhand in der NLB bei den GCK Lions im Tor stehen. So geniesst Flüeler eine Schonfrist. Wie lange diese andauert, hängt auch vom Tempo der Mühlen der Bürokratie ab: Sulander, der vor zwölf Jahren nach Zürich kam, wartet auf den Schweizer Pass. Wann ihn der dreifache Meistergoalie erhält, lässt sich kaum abschätzen. «Ich konzentriere mich nur auf meine Arbeit», sagt Flüeler. «Alles andere würde mich nur ablenken.»

Wer nach einem Barometer für die Leistungen Flüelers sucht, braucht nur darauf zu achten, wie oft die Frage nach Sulanders Pass aufkommt.

Team-Check

Trainer
Nach sieben Jahren als Assistent von Sean Simpson, der nun die Schweizer Nati coacht, versucht sich Colin Muller (Bild) als Chef. Damit hat das ZSC-Management trotz zweimaligem Viertel-final-Out auf Kontinuität gesetzt. Bleibt der Erfolg aus, wird es schnell einmal heissen, dass der schweizerisch-kanadische Doppelbürger zu lieb sei.

Transfers
Nationalstürmer Andres Ambühl wird den Abgang von Ryan Gardner (zum SCB) mindestens kompensieren, auch wenn er ein ganz anderer Spielertyp ist. Die Handwerker Thomas Ziegler und Thierry Paterlini bringen Erfahrung ins Team. Die Kanadier Duvie Westcott (Bild) und Cory Murphy sollen das grosse Loch, das zuletzt in der Abwehr klaffte, stopfen.

Sorge
In der letzten Saison konnte der junge Torhüter Lukas Flüeler dem Druck noch nicht standhalten. Dennoch startet er als Nummer 1 in die Saison. Spätestens wenn Ari Sulander (41, Bild) den Pass erhält, ist für Zündstoff gesorgt. Der Altmeister, der nach zwölf Jahren in Zürich tief im sozialen Gefüge des Teams verankert ist, wird sich kaum mit dem Job bei den GCK Lions begnügen.

Hoffnung
Mit Wirbelwind Andres Ambühl (Bild) landete Sportchef Edgar Salis einen Transfercoup. Der Nationalstürmer steht für Dynamik, Energie und Biss. Der ehemalige Davos-Stürmer, der letzte Saison in der AHL beim Farmteam der New York Rangers in Hartford versauerte, soll zur Symbolfigur der Lions werden.

BLICK-Tipp

1.
2. ZSC Lions
3. Servette
4.
5. HC Davos
6. Kloten
7. Lugano
8.
9. Lakers
10. Biel
11.
12. Ambri

Kader ZSC Lions

Goalies
30 Flüeler Lukas (Alter: 21)
31 Sulander Ari (41)

Verteidiger
22 Camperchioli Luca (19)
4 Geering Patrick (20)
27 Murphy Cory (Ka, 32)
14 Müller Pascal (31)
28 Schelling Philippe (25)
18 Schnyder Daniel (25)
15 Seger Mathias (32)
11 Stoffel Andri (25)
16 Westcott Duvie (Ka, 32)

Stürmer
44 Ambühl Andres (26)
39 Bastl Mark (29
10 Bühler Cyrill (26)
71 Bärtschi Patrik (26)
72 Down Blaine (Ka, 28)
61 Krutow Alexei (26)
7 Monnet Thibaut (28)
40 Paterlini Thierry (35)
9 Pittis Domenico (Ka, 35)
8 Ryser Sven (20)
84 Schommer Patrick (21)
97 Wichser Adrian (30)
38 Ziegler Thomas (32)

Trainer

Colin Muller (46)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 46 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 46 160:125 91
2 HC Davos 46 140:108 90
3 HC Fribourg-Gottéron 46 146:111 87
4 SC Bern 46 145:120 83
5 Kloten Flyers 46 141:109 80
6 HC Lugano 45 141:142 69
7 ZSC Lions 44 123:117 68
8 Servette Genf 46 109:113 63
9 EHC Biel 46 103:115 62
10 HC Ambri-Piotta 46 93:138 46
11 SCL Tigers 46 114:158 46
12 Rapperswil-Jona Lakers 45 91:150 37